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US-Richter lÀsst Vergleich zu Google Books platzen

Volker Briegleb

RĂŒckschlag fĂŒr Googles DigitalisierungsplĂ€ne: Mehrere Monate nach der letzten Anhörung zum geplanten Vergleich hat der zustĂ€ndige Richter den Einigungsvorschlag der Streitparteien als unausgewogen abgewiesen.

RĂŒckschlag fĂŒr Google [1] im Rechtsstreit mit der US-Verlagsbranche: Der in dem Disput ĂŒber Googles DigitalisierungsplĂ€ne [2] fĂŒr BĂŒcher zustĂ€ndige New Yorker Richter hat den seit Monaten auf dem Tisch liegenden Vergleich zur Beilegung der Klage am Dienstag abgewiesen. Der Suchmaschinenriese bezeichnete die Entscheidung in einer ersten Stellungnahme als "enttĂ€uschend".

Die vorgeschlagene Einigung verschaffe Google einen Wettbewerbsvorteil, heißt es laut US-Medienberichten in der am Dienstag vorgelegten BegrĂŒndung [3] von Bundesrichter Danny Chin. Der Einigung zufolge könne Google BĂŒcher digitalisieren und veröffentlichen, ohne dafĂŒr die Einwilligung der Rechteinhaber einholen zu mĂŒssen. "Das geht einfach zu weit", zitiert das Wall Street Journal die AusfĂŒhrungen des Juristen.

Chin sieht laut Bericht zwar die VorzĂŒge einer umfangreichen digitalen Bibliothek, doch reicht ihm die vorgeschlagene Lösung nicht, dass Rechteinhaber der Digitalisierung widersprechen können ("opt out"). Der Richter lĂ€sst allerdings einen Ausweg offen und fordert die Parteien dazu auf, die Einigung noch einmal zu ĂŒberarbeiten. Statt einer Ausstiegsklausel sollten Rechteinhaber die Möglichkeit eines "opt in" erhalten und sich aktiv fĂŒr die Teilnahme entscheiden können.

Hintergrund ist eine Klage von Verlagsunternehmen und AutorenverbĂ€nden gegen Googles Buchsuche. Der Rechtsstreit soll durch einen Vergleich beigelegt werden, dem das Gericht zustimmen muss. Gegen eine erste Einigung, die weltweit urheberrechtlich geschĂŒtzte BĂŒcher umfasste, regte sich internationaler Widerstand. Auch Google-Wettbewerber und das US-Justizministerium hatten EinwĂ€nde [4] gegen die Vereinbarung vorgebracht. Die von Richter Chin angeordnete Neufassung [5] des Abkommens liegt seit November 2009 vor. Nach einer Anhörung [6] im Februar 2010 hatte Chin die Entscheidung noch einmal vertagt [7]. (vbr [8])


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https://www.heise.de/-1212882

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.google.com
[2] https://www.heise.de/news/Google-will-digitale-Bibliothek-fuer-Wettbewerber-oeffnen-755573.html
[3] http://www.scribd.com/doc/51327711/google-books-settlement
[4] https://www.heise.de/news/US-Regierung-beanstandet-Buch-Deal-zwischen-Google-und-US-Verlagen-922933.html
[5] https://www.heise.de/news/Google-und-US-Verlage-legen-neuen-Buch-Deal-vor-859783.html
[6] https://www.heise.de/news/Anhoerung-zu-neuem-Google-Books-Vergleich-im-Februar-865535.html
[7] https://www.heise.de/news/US-Richter-vertagt-Entscheidung-in-Google-Books-Streit-935103.html
[8] mailto:vbr@heise.de