zurück zum Artikel

US-Pensionsfonds gegen HP-Compaq-Fusion

Wolfgang Stieler

Der Pensionsfonds für Angestellte des öffentlichen Dienstes in Kalifornien will gegen die Fusion von Hewlett-Packard und Compaq stimmen.

Der Pensionsfonds für Angestellte des öffentlichen Dienstes in Kalifornien (CALPERS [1]) will nach US-Medienberichten gegen die Fusion von Hewlett-Packard und Compaq stimmen. Der Fonds hält zwar nur etwa 0,4 Prozent der Hewlett-Packard-Aktien, aber Beobachter halten die Entscheidung für ein wichtiges psychologisches Signal, denn der Pensionsfonds, der rund 150 Milliarden US-Dollar verwaltet, ist für seine strikte Investitionspolitk bekannt. Beobachter rechnen laut Wall Street Journal mittlerweile mit einer recht knappen Entscheidung auf der Aktionärsversammlung am 19. März.

Hewlett-Packard zeigte sich von der Position des Pensionsfonds denn auch enttäuscht, während Fusionsgegner Walter Hewlett die Calpers-Entscheidung begrüßte. Beide Lager versuchen bis zur Abstimmung möglichst viele Kleinanleger auf ihre Seite zu ziehen, die etwa 20 Prozent der Hewlett-Packard-Aktien halten. In der vergangenen Woche hatten die Fusionsbefürworter kräftigen Rückenwind bekommen, als die US-Wettbewerbshüter der FTC die Fusion billigten [2] und die einflussreiche Beraterfirma ISS ihren Klienten die Zustimmung zur Fusion [3] empfahl. (wst [4])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-59909

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.calpers.ca.gov/
[2] https://www.heise.de/news/US-Wettbewerbshueter-genehmigen-Fusion-von-HP-und-Compaq-59239.html
[3] https://www.heise.de/news/Etappensieg-fuer-Fiorina-58896.html
[4] mailto:wst@technology-review.de