US-Justizministerium gegen Übernahme von Peoplesoft durch Oracle
Die Anti-Trust-Abteilung des US-Justizministeriums wird sich voraussichtlich gegen eine Übernahme von Peoplesoft durch den Datenbank-Spezialisten Oracle aussprechen.
Die Anti-Trust-Abteilung des US-Justizministeriums wird sich voraussichtlich gegen eine Übernahme von Peoplesoft durch den Datenbank-Spezialisten Oracle aussprechen. Laut Wall Street Journal haben die zuständigen Fachbeamten nach achtmonatiger Prüfung empfohlen, die Übernahme nicht zu genehmigen. Die Empfehlung der Experten wird nun vom Chef der Anti-Trust-Abteilung im US-Justizministerium, R. Hewitt Pate [1], überprüft, der seine endgültige Entscheidung am 2. März bekannt geben will. Erste Gerüchte über die ablehnende Haltung des US-Justizministerium waren bereits Ende Januar [2] durchgesickert. Am 12. Januar hatte die EU-Kommission ihre kartellrechtliche Prüfung der Fusion ausgesetzt -- wahrscheinlich, um sich mit dem US-Justizministerium zu koordinieren.
Oracle hatte ursprünglich rund 7,3 Milliarden US-Dollar für die Übernahme des Software-Rivalen PeopleSoft geboten, die PeopleSoft-Aktionäre widerstehen dem Angebot allerdings hartnäckig. Nach einer Fristverlängerung für die Übernahme im Dezember hatte erst 10 Prozent ihre Aktien zum Angebotspreis für 19,50 US-Dollar an Oracle verkauft. Anfang Februar erhöhte das Unternehmen [3] sein Kaufangebot auf 26 US-Dollar je Anteil -- und damit erstmalig auf einen Betrag über Peoplesofts zu diesem Zeitpunkt gültigen Börsennotierung. (wst [4])
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[1] http://www.usdoj.gov/atr/patebio.htm
[2] https://www.heise.de/news/US-Justizministerium-will-uebernahme-von-PeopleSoft-durch-Oracle-verhindern-92169.html
[3] https://www.heise.de/news/Oracle-erhoeht-Kaufangebot-fuer-Peoplesoft-92941.html
[4] mailto:wst@technology-review.de
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