US-Justizministerium bestraft Epson für illegale Preisabsprachen
Der japanische Hersteller hat eingeräumt, sich beim Verkauf von TFT-LCD-Panels mit anderen Herstellern abgesprochen zu haben.
Das US-amerikanische Justizministerium hat bei einem Gericht in San Francisco eine Geldstrafe von 26 Millionen US-Dollar für den japanischen Hersteller Epson Imaging Devices [1] wegen illegaler Preisabsprachen beantragt. Die Seiko-Epson-Tochter hat eingeräumt, sich Ende 2005 bis Anfang 2006 mit anderen Herstellern beim Verkauf von TFT-LCD-Panels an Motorola abgesprochen zu haben, teilt das Ministerium mit [2]. Motorola hatte die Displays in seinem Handy-Modell Razr verwendet.
Das Justizministerium ermittelt zusammen mit dem FBI insgesamt gegen neun asiatische Elektronikhersteller. Im Rahmen der Untersuchungen wurden im Dezember 2008 bereits die TFT-LCD-Hersteller LG Display zu einer Strafe von 400 Millionen US-Dollar und Sharp zur Zahlung von 120 Millionen US-Dollar verurteilt. Es folgten weitere Millionen-Strafen für Chunghwa Picture Tubes und Hitachi. Auch die EU-Kommission ermittelt [3] wegen des Verdachts von wettbewerbswidrigen Absprachen unter LCD-Herstellern. (anw [4])
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[1] http://www.epson-imaging.com/e/
[2] http://www.usdoj.gov/opa/pr/2009/August/09-at-863.html
[3] https://www.heise.de/news/EU-Kommission-untersucht-moegliche-Kartellabsprachen-unter-LCD-Herstellern-5989.html
[4] mailto:anw@heise.de
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