US-Justizausschuss stimmt Gesetz zum Datenbankschutz zu
Der Inhalt von Datenbanken soll nach Meinung der Mehrheit der Abgeordneten im Justizausschuss des US-Kongress künftig urheberrechtlich geschützt sein.
Der Justizausschuss [1] des US-amerikanischen Repräsentantenhaus hat dem Gesetzentwurf Database and Collections of Information Misappropriations Act (H.R. 3261 [2]) des republikanischen Abgeordneten Howard Coble mit 16 zu 7 Stimmen zugestimmt. Der Entwurf sieht vor, dass Datenbanken den gleichen Schutz genießen sollen wie bislang urheberrechtlich geschützte Werke. Unterstützer wie Reed Elsevier mit seinem Service LexisNexis [3] erhoffen sich davon, dass Konkurrenten nicht weiter Daten aus ihren Angeboten kopieren.
Andere Unternehmen wie Amazon, AT&T, Comcast, Google und Yahoo haben sich gegen den Entwurf gestellt. Sie meinen wie die US-amerikanische Handelskammer, dass es derzeit bereits genügend Möglichkeiten gebe, um Datenbanken rechtlich zu schützen. Ausschussvorsitzender James Sensenbrenner meint hingegen, der Gesetzentwurf verbessere die Marktbedingungen für Datensammlungen in den USA. (anw [4])
URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-92133
Links in diesem Artikel:
[1] http://www.house.gov/judiciary/news012104.htm
[2] http://frwebgate.access.gpo.gov/cgi-bin/getdoc.cgi?dbname=108_cong_bills&docid=f:h3261ih.txt.pdf
[3] http://www.lexisnexis.com/
[4] mailto:anw@heise.de
Copyright © 2004 Heise Medien