US-Finanzministerium nimmt PeopleSoft/Oracle-Urteil an
Das US-Finanzministerium will die Gerichtsentscheidung nicht anfechten, nachdem Oracle seinen Konkurrenten PeopleSoft übernehmen darf.
Im Streit um die feindliche Übernahmeofferte von Oracle für den Softwarekonkurrenten PeopleSoft wird das US-Finanzministerium keine Berufung gegen die Gerichtsentscheidung zugunsten von Oracle [1] einlegen. "Wir sind enttäuscht, respektieren aber die Entscheidung", sagte der Stellvertretende Staatsanwalt Hewitt Pate in Washington.
Seit mehr als einem Jahr versucht Oracle, den zweitgrößten Unternehmenssoftware-Anbieter zu schlucken -- nur SAP [2] ist größer. Am Freitag hatte PeopleSoft überraschend die Entlassung seines Chefs [3] Craig Conway bekannt gegeben. Conway hatte sich gegen das feindliche Übernahmeangebot durch Oracle gewehrt. Mit der Entlassung ist eine Übernahme nach Auffassung von Branchenkennern näher gerückt.
Anfang September hatte ein US-Bundesgericht Oracle erlaubt, die Übernahmebemühungen fortzusetzen, weil keine Wettbewerbsverzerrung zu erkennen sei. Unterdessen steht noch eine Entscheidung der EU- Kommission [4] zur geplanten milliardenschweren Übernahme aus. (dpa) (ghi [5])
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[2] http://www50.sap.com/germany/
[3] https://www.heise.de/news/Peoplesoft-entlaesst-seinen-Chef-106513.html
[4] https://www.heise.de/news/EU-Entscheidung-zu-Oracle-koennte-sich-weiter-verzoegern-98111.html
[5] mailto:ghi@ct.de
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