US-Computerbauer Dell mit Gewinneinbruch
In dem zum 1. Mai abgeschlossenen ersten GeschĂ€ftsquartal 2009/2010 war auch das bis vor kurzem wachsende GeschĂ€ft mit Laptops und den noch kleineren Netbooks stark rĂŒcklĂ€ufig.
Der weltweit zweitgröĂte Computerbauer Dell [1] leidet massiv unter dem globalen Einbruch des PC-Marktes. Der Gewinn des US-Konzerns stĂŒrzte im vergangenen GeschĂ€ftsquartal um 63 Prozent auf 290 Millionen US-Dollar (209 Millionen Euro) ab. Dabei belasteten Dell auch hohe Einmalkosten fĂŒr den Konzernumbau. Der Umsatz fiel um 23 Prozent auf 12,3 Milliarden Dollar, wie Dell am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte [2].
Die weiteren Aussichten fĂŒr die weltweite IT-Nachfrage seien nach wie vor gemischt, warnte Konzernchef Michael Dell. In dem zum 1. Mai abgeschlossenen ersten GeschĂ€ftsquartal 2009/2010 war auch das bis vor kurzem wachsende GeschĂ€ft mit Laptops und den noch kleineren Netbooks stark rĂŒcklĂ€ufig. Insgesamt brachen die Hardware-Erlöse drastisch ein, wĂ€hrend die Wirtschaftskrise auf die Sparten Software und Dienstleistungen weit weniger durchschlug.
Mit seinem Umsatz blieb der Hersteller hinter den Erwartungen der Analysten zurĂŒck. Der um Einmalbelastungen bereinigte Gewinn je Aktie von 0,24 Dollar fiel leicht besser als erwartet aus. Das Papier lag im nachbörslichen US-Handel leicht im Plus, nachdem es bereits bis zur Schlussglocke deutlich auf 11,48 Dollar zugelegt hatte.
Auch Branchenprimus Hewlett-Packard (HP) hatte im vergangenen GeschĂ€ftsquartal einen herben GewinnrĂŒckgang [3] erlitten. Der US-Konzern kĂŒndigte daraufhin den Abbau weiterer 6000 Stellen an â zusĂ€tzlich zu 24.000 Jobs, die im Zuge der Ăbernahme des IT-Dienstleisters EDS wegfallen.
Der weltweite PC-Markt ist in den ersten drei Monaten des Jahres nach Daten des Marktforschers Gartner um 6,5 Prozent auf 67,2 Millionen verkaufte GerĂ€te geschrumpft. HP baute seinen Vorsprung als MarktfĂŒhrer aus und lieferte fast jeden fĂŒnften Rechner. Dell verlor weiter an Boden und teilt sich bei rund 13 Prozent Marktanteil den zweiten Platz mit dem Rivalen Acer aus Taiwan.
FĂŒr die SchlieĂung von Fabriken und Abfindungen musste Dell im vergangenen GeschĂ€ftsquartal 185 Millionen Dollar ausgeben. Der Konzern sieht sich bei den angestrebten Einsparungen von jĂ€hrlich 4 Milliarden Dollar bis Ende des GeschĂ€ftsjahres 2010/2011 im Plan. (dpa) / (anw [4])
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[1] http://www.dell.com
[2] http://content.dell.com/us/en/corp/d/secure/2009-05-28-Q1FY10Results.aspx
[3] https://www.heise.de/news/Hewlett-Packard-mit-weniger-Umsatz-und-Gewinn-Update-219701.html
[4] mailto:anw@heise.de
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