Twitter und Facebook sehen chinesische Meinungsmache rund um Hongkong
Massenprotest in Hongkong.
(Bild: dpa)
Die Betreiber der sozialen Netzwerke gehen gegen Accounts vor, mit denen offensichtlich Propaganda der chinesischen Regierung verbreitet werden soll.
Twitter hat nach eigenen Angaben eine groĂangelegte Kampagne aus China aufgedeckt, die die Proteste in Hongkong diskreditieren sollte. Der Kurznachrichtendienst machte 936 Accounts aus, ĂŒber die koordiniert "politischer Streit in Hongkong gesĂ€t werden sollte". ZusĂ€tzlich sei ein Netzwerk aus rund 200.000 Accounts gesperrt worden, bevor es nennenswerte AktivitĂ€t entwickeln konnte, teilte Twitter am Montag mit [1].
Facebook entfernte mit Ă€hnlicher BegrĂŒndung [2] fĂŒnf Accounts, sieben Seiten und drei Gruppen. Mindestens einer der Seiten seien rund 15.500 Facebook-Profile gefolgt. Beide Dienste zeigten Beispiele von BeitrĂ€gen, in denen die Demonstranten in Hongkong zum Beispiel als gewalttĂ€tig dargestellt wurden.
Twitter ging noch einen Schritt weiter und nimmt kĂŒnftig keine Werbeanzeigen mehr von staatlichen Medien an. Mit den Werbeprodukten von Twitter lassen sich zum Beispiel BeitrĂ€ge auch in den Newsfeed der Nutzer bringen, die einem nicht folgen. Von Steuerzahlern finanzierte Medien wie unabhĂ€ngige öffentliche Sender sind von dem Verbot ausgenommen, wie Twitter in einem Blogeintrag betonte [3]. (anw [4])
URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-4500650
Links in diesem Artikel:
[1] https://blog.twitter.com/en_us/topics/company/2019/information_operations_directed_at_Hong_Kong.html
[2] https://newsroom.fb.com/news/2019/08/removing-cib-china/
[3] https://blog.twitter.com/en_us/topics/company/2019/advertising_policies_on_state_media.html
[4] mailto:anw@heise.de
Copyright © 2019 Heise Medien