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Tödlicher Unfall mit autonomem Auto: Uber-Fahrerin angeklagt

Andreas Wilkens
Tödlicher Unfall mit autonomem Auto: Uber-Fahrerin angeklagt

Das Unfallauto, ein modifierter Volvo XC90.

(Bild: Bild: Tempe Police Department)

Die Fahrerin, die in dem Testwagen saß, der eine FußgĂ€ngerin tötete, steht nun vor Gericht.

Der erste tödliche Unfall mit einem selbstfahrenden Auto in den USA hat fĂŒr die Testfahrerin strafrechtliche Konsequenzen. Die 46 Jahre alte Frau wurde am Dienstag von einer Grand Jury im Maricopa County des US-Bundesstaats Arizona wegen fahrlĂ€ssiger Tötung angeklagt. Sie habe es versĂ€umt, ein selbstfahrendes Auto zu korrigieren, bevor es den tödlichen Unfall verursachte, lautet der Vorwurf.

Bei dem Unfall im MĂ€rz 2018 hatte ein vom Computer gesteuerter Uber-Testwagen in der Stadt Tempe in Arizona eine 49-jĂ€hrige Frau getötet, die ein Fahrrad ĂŒber eine mehrspurige Straße geschoben hatte. Die unmittelbare Ursache sieht die Unfallermittlungsbehörde NTSB darin, dass die Fahrerin des Testwagens abgelenkt gewesen sei. Sie schaute sich nach Angaben der Polizei eine TV-Sendung auf ihrem Smartphone an [1]. WĂ€re sie aufmerksam gewesen, hĂ€tte sie wahrscheinlich genĂŒgend Zeit gehabt, den Unfall zu verhindern, stellte die NTSB im vergangenen November in einem Bericht fest.

Der Staatsanwalt von Maricopa County Allister Adel warf der Angeklagten vor [2]: "Wenn sich ein Fahrer hinter das Lenkrad eines Autos setzt, hat er die Verantwortung, dieses Fahrzeug sicher und gesetzestreu zu kontrollieren und zu betreiben." Die Angeklagte wurde bis zum Verhandlungsbeginn am 27. Oktober mit einer elektronischen Fußfessel freigelassen.

Bei dem Unfall im MĂ€rz war die Frau mit dem Fahrrad sechs Sekunden vor dem Zusammenstoß von den Sensoren des selbstfahrenden Autos bemerkt worden, die Software hat sie aber zunĂ€chst als unbekanntes Objekt, dann als Fahrzeug und schließlich als Fahrrad eingeordnet – und sei sich unsicher gewesen, in welche Richtung sie sich ĂŒberhaupt bewegt. Erst 1,3 Sekunden vor dem Aufprall habe das Uber-Programm entschieden, dass eine Notbremsung notwendig sei, doch diese war deaktiviert.

Die Aufnahmen einer zum Innenraum des Uber-Testfahrzeugs gerichteten Dashcam, die die letzten 19 Kilometer Fahrt vor dem Unfall abdecken, hatten gezeigt, dass die Fahrerin knapp 7 der 22 Minuten in Richtung ihrer Knie geschaut hat. Allerdings habe das Fahrzeug die Fahrerin kurz vor dem Unfall auch nicht aufgefordert, die Kontrolle zu ĂŒbernehmen.

(mit Material der dpa) /

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(anw [4])


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[2] https://www.maricopacountyattorney.org/CivicAlerts.aspx?AID=751
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