Tesla baut bis zu 3,5 Prozent seiner ArbeitsplÀtze ab
Elon Musk war dem Qatar Economic Forum zugeschaltet. Bloomberg-Chefredakteur John Micklethwait befragte ihn.
(Bild: QEF auf Youtube)
Tesla-GrĂŒnder und -Chef Elon Musk hat sich in einem Interview zu PlĂ€nen geĂ€uĂert, in seinem Unternehmen Stellen abzubauen.
Der Elektroauto-Hersteller Tesla will in den kommenden Monaten 3 bis 3,5 Prozent seiner ArbeitsplĂ€tze abbauen. Das stellte Firmenchef Elon Musk am Dienstag nach widersprĂŒchlichen Berichten klar. In den vergangenen Wochen war durch Berichterstattung ĂŒber eine geleakte E-Mail Musks zunĂ€chst der Eindruck entstanden, er wolle unter Verweis auf die schwache Konjunktur zehn Prozent der gesamten Tesla-Belegschaft kĂŒrzen.
Unter den Angestellten solle dabei etwa jeder zehnte Job wegfallen, die Zahl der Fabrikarbeiter werde dagegen auf lange Sicht wachsen. Zu Jahresbeginn hatte das Unternehmen knapp 100.000 BeschÀftigte. Tesla habe zum Teil zu schnell Angestellten-ArbeitsplÀtze aufgebaut, sagte Musk in einem Interview auf der Konferenz Qatar Economic Forum.
Musk bekrÀftigte in dem Interview [1], dass er mit einer Rezession in den USA in nÀchster Zeit rechne. Die Nachfrage nach Elektroautos seines Unternehmens sei krÀftig, die Warteschlange lang, nun komme es darauf an, mit den Widernissen in den Lieferketten umzugehen und die ProduktionskapazitÀten auszubauen.
Volkswagen und Tesla
Er stimme nicht mit Prognosen ĂŒberein, Volkswagen könne Tesla auf dem Markt fĂŒr batterieelektrisch betriebene Autos ĂŒberholen, sagte Musk. Auf die Frage, ob der deutsche oder chinesische Hersteller die gröĂere Herausforderung fĂŒr Tesla darstellten, mochte er sich nicht festlegen.
Die Nachrichtenagentur Reuters hatte Anfang Juni ĂŒber eine E-Mail des Tesla-Chefs an seine FĂŒhrungskrĂ€fte berichtet [2], in der er einen drastischen Personalabbau angekĂŒndigt haben soll. Zehn Prozent seiner Angestellten wolle Tesla entlassen. Musk soll angeordnet haben, weltweit sofort alle Neueinstellungen zu stoppen.
Mit Blick auf die Weltwirtschaft habe Musk ein "sehr schlechtes GefĂŒhl". Angesichts der starken Inflation und der geopolitischen Situation inklusive der anhaltenden Lieferkettenprobleme erwarteten immer mehr Wirtschaftsexperten eine Rezession.
Teslas Modellpalette (0 Bilder) [3]
(anw [6])
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