Telekom-Kabelnetze sollen bis zu vier Milliarden Euro bringen
Die Deutsche Telekom rechnet mit deutlich niedrigeren Einnahmen aus dem anstehenden Verkauf des TV-Kabelnetzes als zunächst geplant.
Die Deutsche Telekom rechnet mit deutlich niedrigeren Einnahmen aus dem anstehenden Verkauf des TV-Kabelnetzes [1] als zunächst geplant. Bei der Vorlage der Geschäftszahlen für das erste Halbjahr 2002 am Mittwoch in Bonn nannte Finanzvorstand Karl-Gerhard Eick eine Summe von zwei bis vier Milliarden Euro. Branchenkenner vermuteten bislang, dass die Telekom nach dem gescheiterten ersten Versuch, die noch verbliebenen sechs Kabelnetze zu verkaufen, maximal 3 bis 3,5 Milliarden Euro erzielen kann.
Anfang dieses Jahres war die Übernahme der sechs noch der Telekom verbliebenen regionalen Kabelgesellschaften durch den US-Medienriesen Liberty Media am Einspruch des Bundeskartellamtes [2] gescheitert. Liberty Media wollte einen Preis von 5,5 Milliarden Euro bezahlen. Inzwischen hat die Telekom fünf Bieter [3] in die engere Auswahl gezogen, die sich jeweils für eine Übernahme der Netze in allen sechs Regionen (Bayern, Berlin/Brandenburg, Bremen/Niedersachsen, Hamburg/Schleswig-Holstein/Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz/Saarland und Sachsen/Sachsen-Anhalt/Thüringen) interessieren. (jk [4])
URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-56965
Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/news/Duestere-Aussichten-auf-dem-TV-Kabelmarkt-65359.html
[2] https://www.heise.de/news/Kartellamt-begruendet-Entscheidung-gegen-Liberty-57342.html
[3] https://www.heise.de/news/Telekom-hat-fuenf-Kaufinteressenten-fuer-TV-Kabelnetze-66413.html
[4] mailto:jk@heise.de
Copyright © 2002 Heise Medien