Telekom-Festnetzsparte T-Com wird eigene Marke
Die Festnetzsparte trug im vergangenen Jahr zu mehr als 55 Prozent zum Konzernumsatz bei. Grund genug, der T-Com einen eigenen Markenauftritt zu verpassen und den FC Bayern München als Werbepartner einzusetzen.
Die Fußballspieler des deutschen Meisters FC Bayern München [1] rühren nun für das Festnetzgeschäft der Telekom [2] die Werbetrommel. Mit Beginn der neuen Bundesligasaison tragen die Trikots der Kicker die Aufschrift "T-Com". Die umsatz- und ertragsreichste Sparte des Unternehmens wolle sich im Wettbewerb mit einer eigenen Marke behaupten, kündigte Marketing- und Vertriebschef der T-Com, Achim Berg, am Mittwoch in Bonn an.
Offizieller Startschuss für den neuen Markenauftritt ist der 1. August. Neben der Werbemaschine FC Bayern München wird sich T-Com auch mit einer eigenen Homepage [3] präsentieren. Das T-Com-Logo soll außerdem Produktverpackungen und öffentliche Telefonzellen zieren.
Hintergrund der Offensive ist unter anderem die Attacke der Mobilfunkbetreiber [4] auf das Festnetzgeschäft. Mit der Verlangsamung des Kundenwachstums wollen diese durch günstige Tarife Kunden aus dem Festnetz weglocken. Im vergangenen Jahr erzielte die T-Com einen Umsatz von 30,2 Milliarden Euro. Das waren mehr als 55 Prozent des gesamten Konzernumsatzes.
In Deutschland beschäftigt die T-Com rund 105.000 Menschen und betreut etwa 40 Millionen Kunden. Dank 3,6 Millionen DSL-Anschlüssen belegt die Telekom-Tochter neben Südkorea einen internationalen Spitzenplatz bei den schnellen Internet-Anschlüssen. Die Beteiligungen in Ungarn, Kroatien und der Slowakei geben der T-Com ein starkes Bein auch auf den osteuropäischen Wachstumsmärkten. (dpa) / (ola [5])
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