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Tang Nano 9K: FPGA-Board für 15 Euro

Carsten Meyer

Nach den kleineren Tang Nano 1k und 4K ist das neue Board von Sipeed nun das dritte im Bunde. Seine Kapazität reicht für eine RISC-V-CPU mitsamt Peripherie.

Nach den kleineren Tang Nano 1k und 4K bringt Sipeed [1] nun ein weiteres Board mit einem preiswerten GoWin-LittleBee-FPGA [2] auf den Markt. Das verwendete GW1NSR-LV4C auf dem Tang Nano 9K ist ungefähr vergleichbar mit einem Spartan XC6SLX9 von Xilinx und bietet eine ähnliche Ausstattung an Block-RAMs und Logikeinheiten. Sein Platz reicht für die Implementierung eines PicoRV32 RISC-V [3]-Prozessors samt Peripherie als IP beziehungsweise Soft-Core. Eine Beispiel-Implementierung findet sich bereits im Github-Repository [4] des Herstellers.

Beispielanwendung für ein Tang-Nano-Board: Video-Interface für den Gameboy von Fabien Marteau ("Martoni" auf Github).

Neben dem FPGA enthält das 9K-Board 64 Mbit PSRAM, 32 Mbit Flash, ein Micro-SD-Kartenslot und eine HDMI-Buchse für Grafikausgaben direkt vom Chip. Bei verschiedenen AliExpress-Händlern wird es bereits für unter 15 Euro angeboten. Kleiner Nachteil: Zu den LittleBee-FPGAs gibt es zwar eine kostenlose Entwicklungsumgebung [5] in englischer Sprache, die Dokumentation des Boards [6] ist derzeit aber teilweise nur auf Chinesisch verfügbar; eine vollständige Übersetzung sei in Arbeit, so der Hersteller.

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(cm [8])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-6339119

Links in diesem Artikel:
[1] https://tangnano.sipeed.com/en/
[2] https://www.gowinsemi.com/en/product/detail/2/
[3] https://riscv.org/
[4] https://github.com/YosysHQ/picorv32
[5] https://www.gowinsemi.com/en/product/detail/31/
[6] https://wiki.sipeed.com/hardware/en/tang/Tang-Nano-9K/Nano-9K.html
[7] https://www.heise.de/make
[8] mailto:cm@ct.de