T-Online mit hohen Verlusten
Trotz vieler Neukunden schreibt der gröĂte deutsche Internet-Provider T-Online tiefrote Zahlen.
Der gröĂte deutsche Internet-Provider T-Online hat trotz starker ZuwĂ€chse beim Umsatz und einer Steigerung der Kundenzahlen um 75 Prozent das erste Quartal 2001 mit hohen Verlusten abgeschlossen. Wie das Unternehmen unter Berufung auf vorlĂ€ufige Zahlen heute mitteilte, lag der Vorsteuerverlust vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in den ersten drei Monaten bei 66,4 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte die Internet-Tochter der Telekom noch einen Gewinn von 5,8 Millionen Euro ausgewiesen.
Als GrĂŒnde fĂŒr die deutlichen Verluste nannte das Unternehmen "Belastungen durch auslĂ€ndische Tochtergesellschaften" sowie erneut "die Flatrate im Schmalbandbereich [1]". Mit der EinfĂŒhrung neuer Tarife zum 1. MĂ€rz sowie einer strikteren Kostenkontrolle in Deutschland und bei den auslĂ€ndischen Töchtern habe das Unternehmen aber die Voraussetzungen fĂŒr eine Verbesserung des EBITDA geschaffen, versicherte T-Online-Chef Thomas Holtrop. Der Konzernumsatz stieg von Januar bis MĂ€rz gegenĂŒber dem Vorjahresquartal um 61,2 Prozent auf 280,2 Millionen Euro. Die auslĂ€ndischen T-Online-Ableger, wie etwa Club Internet in Frankreich und Ya.com in Spanien, trugen mit 8,2 Prozent zum Gesamtumsatz bei.
Wichtigster Umsatzfaktor sei mit 241,8 Millionen Euro das Internet-ZugangsgeschĂ€ft mit zurzeit 8,7 Millionen Kunden in Europa gewesen, teilte das Unternehmen mit. Das Portal-GeschĂ€ft habe mit 38,4 Millionen Euro zum Umsatz beigetragen, was gegenĂŒber dem Vorjahreszeitraum nahezu eine Verdoppelung bedeute. Mit 6,93 Millionen Besuchern im MĂ€rz dieses Jahres nehme das T-Online-Portal weiterhin eine Spitzenstellung ein. Die NutzungsintensitĂ€t sei im MĂ€rz auf 41 Minuten je Besucher gestiegen. Im Breitbandbereich verzeichnete T-Online zum Ende des ersten Quartals nach eigenen Angaben etwa 189.000 T-DSL-Flatrate-Kunden. (pmz [2])
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