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T-Online-Aktionäre wollen auf Schadensersatz klagen

Ein Gutachten belege, dass sich die Aktie von T-Online vor der Ankündigung der Übernahme schlechter als andere Internetaktien entwickelt habe, hieß es von einem Aktionärsrechtsanwalt.

Aktionäre des Internetanbieters T-Online [1] wollen wegen der geplanten Übernahme [2] durch die Deutsche Telekom auf Schadensersatz klagen. Ein Gutachten belege, dass sich die Aktie von T-Online vor der Ankündigung der Übernahme schlechter als andere Internetaktien entwickelt habe, sagte Rechtsanwalt Peter Dreier [3], der nach eigenen Angaben Großaktionäre der Gesellschaft vertritt, am Mittwoch auf Anfrage.

Die Vorstände von T-Online und der Mutter Deutsche Telekom hätten zusammengearbeitet, um den Kurs von T-Online zu drücken. Auf der Hauptversammlung von T-Online am heutigen Donnerstag wollen die Fusionsgegner den Boden für die Schadensersatzklagen bereiten. Ein Sprecher von T-Online lehnte einen Kommentar dazu ab.

Dem Gutachten zufolge hätten sich die Aktien von T-Online zuvor im Gleichklang mit vergleichbaren Unternehmen entwickelt, sagte Dreier. Der Rechtsanwalt will daher auf ein höheres Umtauschverhältnis drängen. Die Telekom hat den T-Online-Aktionären 0,52 eigene Anteile pro Titel geboten [4]. Das Gutachten wurde von dem Rechtsgelehrten Theodor Baums erarbeitet. Die geplante Wiedereingliederung von T-Online in die Telekom ist wegen Aktionärsklagen derzeit ausgesetzt [5]. (dpa) / (jk [6])


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[1] http://www.t-online.de
[2] https://www.heise.de/news/Telekom-nimmt-T-Online-von-der-Boerse-107923.html
[3] http://www.ra-dreier.de/site/index.php
[4] https://www.heise.de/news/T-Online-Reintegration-Aktientausch-schlechter-als-Barabfindung-141767.html
[5] https://www.heise.de/news/DSW-ruft-wegen-T-Online-Bundesgerichtshof-an-108723.html
[6] mailto:jk@heise.de