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T-Mobile kauft HSDPA-Technik bei Nokia ein

Jürgen Kuri

Um das unter dem Stichwort "Datenturbo für UMTS-Netze" geführte HSDPA bereitzustellen, genügt bei moderneren UMTS-Basisstationen ein Software-Upgrade.

Die Mobilfunktochter T-Mobile [1] der Deutschen Telekom und der finnische Handy-Weltmarktführer Nokia [2] haben eine Vereinbarung über die Lieferung von HSDPA-Technik unterzeichnet. Danach soll Nokia die Ausrüstung für die HSDPA-Angebote in den T-Mobile-Netzen in Deutschland, den Niederlanden und Großbritannien liefern. Nokia liefert nicht nur seine HSDPA-Lösungen, die in Upgrades der bestehenden Infrastruktur vor allem durch neue Software bestehen, sondern auch für die Nutzung der Technik notwendige Kapazitätserweiterungen an die drei nationalen T-Mobile-Abteilungen. Finanzielle Details der Vereinbarung wurden nicht bekannt.

Um den als "Datenturbo" für UMTS-Netze apostrophierten "High Speed Downlink Packet Access" bereitzustellen, genügt bei moderneren UMTS-Basisstationen ein Software-Upgrade, bei älteren Sendeanlagen ist jedoch ein Austausch der Hardware erforderlich. Die Bonner kündigten an, die Durchsatzraten "Zug um Zug" bis auf 7,2 MBit/s in Empfangsrichtung zu steigern. Theoretisch sind mit HSDPA in einer zweiten Ausbaustufe bis zu 14,4 MBit/s in Empfangsrichtung möglich.

T-Mobile hat für den Herbst Pilotversuche in Deutschland [3] mit HSDPA angekündigt. Zur CeBIT 2006 will T-Mobile dann die kommerzielle Nutzung von HSDPA starten. In Österreich will die dortige T-Mobile-Dependance, die ihre Technik von Siemens geliefert bekommt, HSDPA ab Anfang 2006 offerieren und demonstrierte bereits den Prototyp einer HSDPA-Datenkarte [4]. (jk [5])


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https://www.heise.de/-123536

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[1] http://www.t-mobile.de
[2] http://www.nokia.com
[3] https://www.heise.de/news/T-Mobile-startet-HSDPA-Pilottests-im-Herbst-117138.html
[4] https://www.heise.de/news/oesterreichs-Netzbetreiber-setzen-auf-HSDPA-150410.html
[5] mailto:jk@heise.de