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T-Mobile USA wirft Blackberrys aus dem Laden

Axel Kannenberg

Als hÀtte der schwer gebeutelte Smartphone-Hersteller Blackberry nicht schon genug Probleme: Provider T-Mobile USA will wegen zu geringer Nachfrage keine Blackberry-GerÀte mehr in seinen LadengeschÀften vorrÀtig halten.

Ein weiterer Tiefschlag fĂŒr den schwer gebeutelten Smartphone-Hersteller Blackberry [1]: Der Provider T-Mobile USA [2] will laut Medienberichten die GerĂ€te des kanadischen Herstellers nicht mehr in seinen LĂ€den auf Vorrat halten. Wie ein Sprecher des Providers gegenĂŒber dem Techblog AllthingsD mitteilte [3], sollen Blackberrys aber weiterhin online oder direkt in einem GeschĂ€ft bestellt werden können.

Als Grund [4] gab der T-Mobile-Manager David Carey gegenĂŒber der Nachrichtenagentur Reuters an, dass die Nachfrage einfach zu gering gewesen sei, um Lagerhaltung zu rechtfertigen. Andere US-Mobilfunkanbieter wie Verizon und AT&T wollen weiterhin online wie in LadengeschĂ€ften Blackberrys anbieten, wie AllthingsD auf Nachfrage erfuhr. Blackberry selbst hatte vor kurzem angekĂŒndigt, sich weniger auf Privatkunden, sondern stĂ€rker auf das GeschĂ€ft mit Business-Kunden konzentrieren zu wollen.

Wie es mit generell mit Blackberry weitergeht, ist noch völlig offen: Anfang der Woche wurde bekannt, dass die kanadische Investmentfirma Fairfax, die bereits 10 Prozent der Aktienanteile an den Smartphonehersteller hĂ€lt, Blackberry fĂŒr rund 4,7 Milliarden US-Dollar komplett ĂŒbernehmen [5] will.Derzeit laufen noch die BuchprĂŒfungen fĂŒr eine potentielle Übernahme, als Angebot fĂŒr AktionĂ€re nannte Fairfax 9 US-Dollar pro Anteilsschein.

Am Freitag will Blackberry seine aktuellen Quartalszahlen prĂ€sentieren, die vermutlich wenig rosig aussehen dĂŒrften. So musste Blackberry schon im Vorfeld Abschreibungen in Höhe von fast einer Milliarde US-Dollar [6] bekanntgeben, da sich die als HoffnungstrĂ€ger auf den Markt gebrachten BB10-GerĂ€te wohl nur schlecht verkaufen. Ebenfalls sollen 4500 der BeschĂ€ftigten entlassen werden, so dass nur noch 7000 Mitarbeiter im Unternehmen ĂŒbrigbleiben. Im vergangenen Jahr hatte Blackberry noch 18.000 BeschĂ€ftigte. Die Telefonkonfenz nach Vorlage der GeschĂ€ftszahlen hat das Unternehmen bereits abgesagt [7]. (axk [8])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-1967305

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.blackberry.com
[2] http://www.t-mobile.com
[3] http://allthingsd.com/20130925/t-mobile-plans-to-stop-stocking-blackberrys-in-store-while-att-and-verizon-plan-to-keep-them-around/
[4] http://uk.reuters.com/article/2013/09/25/uk-blackberry-tmobileus-idUKBRE98O17D20130925
[5] https://www.heise.de/news/Investor-bietet-4-7-Milliarden-US-Dollar-fuer-BlackBerry-1965193.html
[6] https://www.heise.de/news/Hiobsbotschaft-von-BlackBerry-1963791.html
[7] http:///press.blackberry.com/financial/2013/blackberry-financial-results-to-be-released-at-approximately-7-0.html
[8] mailto:axk@heise.de