T-Mobile USA strukturiert weiter um
In einem ersten Schritt soll die Zahl der Call-Center-Standorte von 24 auf 17 reduziert werden. 1900 Stellen sollen wegfallen.
Die Deutsche Telekom strukturiert ihre in Schwierigkeiten steckende US-Mobilfunktochter [1] um. In einem ersten Schritt werde die Zahl der Call-Center-Standorte von 24 auf 17 reduziert, teilte T-Mobile USA mit [2]. 1900 Stellen sollen wegfallen. Insgesamt seien zwar 3300 Stellen von den Schließungen betroffen, 1400 würden jedoch in den verbleibenden Call-Centern aufgestockt.
"Dies sind keine leichten Schritte, sie sind aber notwendig, um Effizienzvorteile zu schaffen und in Wachstum investieren zu können", wird Philipp Humm, Chef von T-Mobile USA, in der Mitteilung zitiert. Zusätzlich seien weitere Restrukturierungen in anderen Geschäftsbereichen geplant, die bis zum Ende des zweiten Quartals 2012 durchgeführt werden sollen.
Nach dem gescheiterten Verkauf [3] der Tochter an den Konkurrenten AT&T wird das Netz in den USA auf den neuen schnellen Datenfunk LTE (Long Term Evolution) aufgerüstet. Die Investitionen lägen bei insgesamt 4 Milliarden Dollar. Diese Summe hatte Humm bereits Ende Februar genannt. Die Probleme von T-Mobile USA waren zuletzt die ungenügend ausgebauten Netze und das Fehlen von Apples iPhone im Angebot – ein Grund, warum Kunden wegliefen.
Die hohen Ausgaben kann die Telekom jedoch weitgehend mit den Zahlungen ausgleichen, die AT&T für das Scheitern der Übernahme leisten musste. Der US-Riese zahlte der Deutschen Telekom 3 Milliarden Dollar in bar. Zudem darf die Telekom das Netz des größeren Rivalen mitnutzen, das sogenannte Roaming, und bekommt überdies begehrte Funkfrequenzen. AT&T bezifferte den Gesamtwert des Ausgleichspakets auf 4 Milliarden Dollar. AT&T wollte sich den Kauf eigentlich 39 Milliarden Dollar kosten lassen, scheiterte jedoch am Widerstand der Wettbewerbshüter.
(anw [4])
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[2] http://newsroom.t-mobile.com/articles/t-mobile-streamlines-service-operations
[3] https://www.heise.de/news/Verkauf-von-T-Mobile-USA-geplatzt-1398311.html
[4] mailto:anw@heise.de
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