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T-Mobile US und Sprint beenden FusionsgesprÀche

John Legere

(Bild: dpa, Gary He/Insider Images)

Die Spekulationen um eine milliardenschwere Fusion der Telekom-Tochter T-Mobile mit dem US-Konkurrenten Sprint war zuletzt ein Dauerbrenner an der Börse. Nun gibt es Klarheit: Die GesprÀche sind gescheitert, der Zusammenschluss kommt nicht zustande.

Die Verhandlungen um eine Fusion der Telekom-Tochter T-Mobile US mit dem Rivalen Sprint sind gescheitert. Die Unternehmen erklĂ€rten ihre BemĂŒhungen am Samstag in einer gemeinsamen Mitteilung [1] fĂŒr beendet. Ein Zusammenschluss hĂ€tte zwar durchaus seinen Reiz gehabt, man habe sich aber nicht auf die Bedingungen dafĂŒr einigen können, heißt es in dem Statement.

Wochenlang hatten Spekulationen um eine Fusion der beiden US-Branchenschwergewichte die FinanzmĂ€rkte auf Trab gehalten. Ein Zusammenschluss hĂ€tte gewaltige Dimensionen gehabt: T-Mobile ist der drittgrĂ¶ĂŸte US-Mobilfunker und war an der Börse zuletzt fast 50 Milliarden Dollar wert. Sprint ist die Nummer Vier im Markt und bringt es auf einen Börsenwert von mehr als 26 Milliarden Dollar.

Laut ĂŒbereinstimmenden Medienberichten waren die Verhandlungen zuletzt ins Stocken geraten. Ein Grund soll gewesen sein, dass sich die japanische Sprint-Mutter Softbank bei den EigentĂŒmerverhĂ€ltnissen der fusionierten Gesellschaft nicht mit der Rolle des Junior-Partners abfinden wollte. Die Unternehmen machten zum Scheitern der Verhandlungen zunĂ€chst keine nĂ€heren Angaben.

Sprint und T-Mobile hatten bereits 2014 einen Fusionsversuch unternommen, der an EinwĂ€nden der US-Kartellbehörden gescheitert war. Damals hatte Sprint die Kontrollmehrheit und damit das Sagen bei der fusionierten Gesellschaft haben sollen. Seitdem haben sich die KrĂ€fteverhĂ€ltnisse jedoch stark verschoben: T-Mobile wuchs deutlich stĂ€rker und hat Sprint nach Marktanteil und Börsenwert ĂŒberholt.

Im Bonner Telekom-Konzern hat sich die US-Tochter in den letzten Jahren von einem teuren Sorgenkind, in dessen Expansion viel Geld gesteckt wurde, zu einem wichtigen Umsatztreiber entwickelt. Trotzdem sind die US-Telekom-Platzhirsche Verizon und AT&T ein vielfaches grĂ¶ĂŸere, deshalb wĂ€re ein Zusammengehen mit dem ins Hintertreffen geratenen Wettbewerber Sprint fĂŒr T-Mobile durchaus attraktiv. (jk [2])


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[1] https://www.telekom.com/de/medien/medieninformationen/detail/deutsche-telekom-tochtergesellschaft-t-mobile-us-und-sprint-beenden-fusionsgespraeche-507562
[2] mailto:jk@heise.de