T-Com möchte Staatssubvention für DSL-Ausbau
T-Com-Chef Walter Raizner will Kommunen und Gemeinden dazu bringen, den Milliarden teuren Ausbau des DSL-Netzes für schnelle Internetanschlüsse mitzufinanzieren.
Sollte die T-Com [1] staatliche Subventionen für den DSL-Ausbau bekommen, dann werde er diesen in strukturschwachen Regionen beschleunigen, verspricht T-Com-Chef Walter Raizner. Das geht aus einem internen Mustervertrag hervor, welcher der WirtschaftsWoche [2] vorliegt und den T-Com, die Festnetztochter der Deutschen Telekom, derzeit mit Kommunen verhandelt. Demnach verpflichten sich die Bürgermeister, den DSL-Ausbau durch Investitionskostenzuschüsse und Sachleistungen wie den Aushub von Kabelgräben finanziell zu fördern.
Gleichzeitig übernehmen sie die Akquisition von Kunden für das DSL-Netz der T-Com und garantieren laut Mustervertrag, für jede neu erschlossene DSL-Region mindestens 250 T-DSL-Kunden zu gewinnen. "Sollte der Wert nicht erreicht werden, zahlt die Gemeinde einen Investitionskostenzuschuss für jeden zu diesem Zeitpunkt an der Zahl 250 fehlenden Kunden an T-Com", heißt es im Vertragsentwurf. T-Com-Chef Raizner hofft, mit Hilfe der Subventionen rund zwei Millionen Haushalte und Unternehmen in ländlichen Regionen an das DSL-Netz anschließen zu können, deren Versorgung mit DSL bisher "wirtschaftlich nicht vertretbar" war.
Als erste Gemeinde habe Gorleben in Niedersachsen einen Vertrag unterzeichnet. Der rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Hans-Artur Bauckhage stellt sogar Landesmittel für Kommunen ohne Breitbandanschluss bereit. Die im Verband VATM [3] organisierten Telekom-Konkurrenten kritisieren die Pläne "als Wettbewerbsverzerrung zugunsten des Ex-Monopolisten". (tol [4])
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[2] http://www.wiwo.de
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