Supercomputer: Itanium-Cluster Columbia geht in Führung
Die Firmen können die offizielle Bekanntgabe der neuen TOP500-Liste der Supercomputer einfach nicht abwarten.
Die Firmen können die offizielle Bekanntgabe der neuen TOP500-Liste [1] (geplant für den 9. November) einfach nicht abwarten: Vor kurzem erst erklomm [2] IBM nach eigenen Angaben mit dem BlueGene/L die Spitze des Supercomputer-Olymps. Nun haben die Nasa, SGI und Intel die ersten Werte des jetzt eingeweihten Itanium-Clusters "Columbia" bekannt gegeben.
Der in Reverenz an das im Februar 2003 abgestürzte Space Shuttle benannte Rechner erzielte beim Linpack-Benchmark bereits mit 16 Knoten 42,7 TeraFlop/s dauerhafte Rechenleistung (Rmax). Nun mit 20 Knoten und insgesamt 10240 Itanium-2-Prozessoren (1,5 GHz, teils 6, teils 9 MByte L3-Cache) erreicht Columbia 51,9 TeraFlop/s.
IBMs BlueGene/L ist derzeit nur zu einem Viertel der Endkapazität aufgebaut. Schon dieses Viertel konnte mit 36,01 TeraFlop/s den lange Zeit führenden [3] japanischen Earth Simulator (35,86 TeraFlop/s) überholen. Voll ausgebaut soll er im nächsten Jahr über 120 TeraFlop/s erzielen.
Die letzten der von SGI aufgebauten Columbia-Knoten (SGI Altix mit 512 Prozessoren unter Linux [4]) sind schon mit den neuen 9M-Itanium-2-Prozessoren bestückt, die Intel offiziell erst Anfang November einführen will. Auch die Interconnects innerhalb des Systems sind unterschiedlich, neben schnellem, aber teurem Infiniband kommt vergleichsweise preiswertes Gigabit-Ethernet zum Einsatz. (as [5])
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[1] http://www.top500.org
[2] https://www.heise.de/news/IBM-reklamiert-Supercomputer-Krone-mit-36-01-Teraflop-s-106041.html
[3] https://www.heise.de/news/Supercomputer-Earth-Simulator-bleibt-ungeschlagen-101691.html
[4] https://www.heise.de/news/Ein-Linux-Supercomputer-fuer-die-NASA-102308.html
[5] mailto:as@ct.de
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