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Sun umarmt Linux

Henning Behme

Solaris soll Linux-kompatibel werden, zentrale Solaris-Anwendungen will man portieren.

Sun Microsystems will künftig verstärkt in das Geschäft mit dem offenen Betriebssystem Linux einsteigen. Es soll sich dabei um "allgemeine" (general-purpose) Versionen der derzeit unter dem Namen Sun Cobalt vertriebenen Appliances handeln, beispielsweise dedizierte Webserver. Sun hatte Cobalt im Jahr 2000 übernommen [1].

Außerdem will Sun, so Chief Operating Officer Ed Zander [2] auf einer Pressekonferenz, zentrale Software auf Linux portieren. Dazu gehören das hauseigene Open Net Environment (ONE), iPlanets Web- und Directoy-Server sowie die Grid Engine. Gleichzeitig wolle man der Linux-Gemeinde Schlüsselkomponenten des eigenen Systems Solaris zur Verfügung stellen. Damit vollzieht der kalifornische Computerhersteller einen deutlichen Richtungswechsel in seiner Software-Politik.

Neu angekündigt hat Sun heute ein Linux Compatibility Toolkit (LinCAT), was sicherstellen soll, dass Linux-Anwendungen auf Suns Fire-Servern laufen. Solaris 9 soll zusätzliche Linux-Kommandos und -Werkzeuge enthalten. Solaris werde aber nicht aufgegeben. Open-Source werde allerdings mehr Bedeutung in Suns Betriebssystem erhalten, indem Gnome 2.0 zum Standard-Desktop in Version 9 werden soll. (hb [3])


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https://www.heise.de/-53641

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/news/Sun-bringt-Low-Cost-Server-und-investiert-in-Open-Source-31470.html
[2] http://www.sun.com/aboutsun/media/ceo/mgt_zander.html
[3] mailto:hb@ix.de