Studie: Onboard-Grafikchips verschwinden bis 2013
Glaubt man der aktuellen Studie von Jon Peddie Research, dann verdrängen die zukünftigen Prozessoren mit integriertem Grafikkern bis 2013 die bisherigen Onboard-Grafikchips.
Laut einer neuen Studie von Jon Peddie Research [1] (JPR) soll die Zahl der ausgelieferten integrierten Grafikchips (IGP) bis zum Jahr 2013 auf unter ein Prozent fallen. Im Jahr 2008 betrug der Anteil von Onboard-Grafikchips noch zirka 67 Prozent. Den Grund für den erwarteten drastischen Rückgang sehen die Marktforscher in den kommenden Kombi-Prozessoren, die sowohl CPU als auch GPU in sich vereinen. So sollen Intels [2] Clarkdale- (Desktop) und Arrandale-Prozessoren (Mobile) [3] bereits Anfang des Jahres 2010 auf den Markt kommen. JPR geht davon aus, dass die Zahl ausgelieferter Onboard-Grafikchips ein Jahr später bereits auf nur noch 20 Prozent fällt.
Die Nachfrage nach separaten Grafikkarten von AMD [4] und Nvidia [5] soll dies nach Meinung der Marktforscher jedoch nicht beeinflussen. Den erwarteten Rückgang der Onboard-Grafik-Chips versuchen beide Unternehmen durch neue Geschäftsfelder abzufedern. So setzt Nvidia beispielsweise verstärkt auf CUDA (Compute Unified Device Architecture) im Entwicklungsbereich und auf die Tegra-Serie [6] im mobilen Segment. AMD will mit dem Fusion-Prozessor, der ebenfalls CPU und GPU vereint, Intel Konkurrenz machen. Dieser wird jedoch nicht vor 2011 erwartet. (mfi [7])
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[1] http://www.jonpeddie.com/
[2] http://www.intel.com
[3] https://www.heise.de/news/Intel-aendert-die-Nehalem-Roadmap-und-investiert-Milliarden-in-32-nm-Fabs-194118.html
[4] http://www.amd.de
[5] http://www.nvidia.de
[6] https://www.heise.de/news/MWC-Nvidia-stellt-Mobilchips-mit-Android-Unterstuetzung-vor-196268.html
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