Streit um Michael-Moore-Film im Internet
Auf einer konservativen Website wurde auf eine in Tauschbörsen kursierende Kopie des Films "Fahrenheit 9/11" verlinkt. Angeblich will Moores Filmvertrieb dagegen juristische Schritte einleiten.
In den USA erregt derzeit der neue Film des Journalisten, Filmemachers und Autors Michael Moore [1] die GemĂŒter. Am ersten Wochenende nach dem Start konnte der prĂ€sidentenkritische Fahrenheit 9/11 [2] in den USA 21,8 Millionen US-Dollar einspielen und damit mehr als jemals ein dokumentarischer Film zuvor. Auch kursieren Kopien davon in Tauschbörsen -- und die konservative Website Moorewatch.com hat einen entsprechenden Link gesetzt. Damit hat sie laut Medienberichten den Unmut von Moore-BefĂŒrwortern und der Filmvertriebsfirma Lions Gate Entertainment [3] erregt.
Moorewatch.com-Betreiber [4] Jim Kenefick sieht sich im Recht und hat auf seiner Website ein Tondokument verlinkt, laut dem Moore gesagt haben soll, er habe keine Probleme damit, wenn Web-Surfer den Film ĂŒber P2P-Tauschbörsen verbreiten. Er mache solche Filme und schreibe seine BĂŒcher, um etwas zu verĂ€ndern. Darum sei es gut, wenn sie möglichst viele Menschen zu sehen bekommen.
Die im Netz kursierende Kopie sei mit einem Camcorder von der Leinwand abgefilmt und deshalb von geringer QualitÀt, sagt Kenefick. Tom Ortenberg, Chef von Lions Gate Entertainment, plane angeblich juristische Schritte. Kenefick sieht dem gelassen entgegen: "Verklagen Sie mich. Sie werden verlieren und durch meine Gegenklage werden Sie meine Hypothek bezahlen, die Reparatur meines Lastwagens und ein neues Powerbook."
Fahrenheit 9/11 ist das jĂŒngste Werk des Bush-Kritikers Moore. Der Film, der in Cannes die goldene Palme erhielt, beschĂ€ftigt sich mit den Folgen der AnschlĂ€ge vom 11. September in den USA; Moore versucht darin nachzuweisen, dass der US-PrĂ€sident George W. Bush die AnschlĂ€ge dazu benutzte, seine eigene politische Agenda durchzusetzen. AuĂerdem will Moore beweisen, dass die Bush-Familie enge, auch finanzielle Verbindungen zu den saudi-arabischen Machthabern und dem Bin-Laden-Clan unterhielt. (anw [5])
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Links in diesem Artikel:
[1] http://www.michaelmoore.com/
[2] http://www.imdb.com/title/tt0361596/
[3] http://www.lionsgatefilms.com
[4] http://www.moorewatch.com
[5] mailto:anw@heise.de
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