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Stopp des Glasfaserausbaus: 15 LĂ€nder und Kommunen fordern Gigabit-Geld vom Bund

(Bild: ThomBal/Shutterstock.com)

Die Fördergelder fĂŒr den Internet-Breitbandausbau sind fĂŒr dieses Jahr erschöpft. Doch die LĂ€nder protestieren gegen den Stopp mit einem Brandbrief an den Bund.

Nach dem vorzeitigen Förderstopp fĂŒr den Glasfaserausbau in diesem Jahr fordern 15 BundeslĂ€nder und die kommunalen SpitzenverbĂ€nde die sofortige Wiederaufnahme der ZuschĂŒsse. In einem Brandbrief an den Bund beklagen sie weiter, dass bislang auch fĂŒr 2023 "keine belastbaren Mittel" fĂŒr den Ausbau des Breitbandnetzes zugesagt seien. Der derzeitige Antragsstopp mĂŒsse "aufgehoben und die neue Förderung am 1.1.2023 unmittelbar an die bestehende Förderung anschließen", heißt es in dem der dpa vorliegenden Schreiben an das Bundesministerium fĂŒr Verkehr und Digitales, Kopien gingen an Bundeskanzleramt und Finanzministerium.

Unterzeichnet haben alle BundeslĂ€nder mit Ausnahme von Hessen, dem StĂ€dtetag, dem Landkreistag sowie StĂ€dte- und Gemeindebund. Der Bund hatte zum 17. Oktober seine Gigabit-Förderung fĂŒr dieses Jahr eingestellt, weil die budgetierten drei Milliarden Euro wegen hoher Nachfrage nicht bis zum Jahresende reichen. Die Fördermittel sind bereits ausgeschöpft, weshalb StĂ€dte und Gemeinden in diesem Jahr keine AntrĂ€ge mehr auf einen Bundeszuschuss stellen können, mit dem der Ausbau des Glasfasernetzes auf ihrem Gebiet gefördert werden soll. Der Förderstopp kam Anfang dieser Woche [1] und hatte umgehend teils heftige Kritik aus den BundeslĂ€ndern hervorgerufen.

Derzeit herrsche große Unklarheit, kritisierte Bayerns Finanzminister Albert FĂŒracker. "Niemand in Berlin sagt uns, welcher Verfahrensstand erreicht sein muss, um nichts zu kriegen, zunĂ€chst abwarten zu mĂŒssen, umplanen zu mĂŒssen", sagte der CSU-Politiker in sarkastischem Spott. "Ein so abrupter Förderstopp ohne jede Vorwarnung lĂ€sst nur auf ein deutliches Missmanagement des Bundes schließen."

Die 15 LĂ€nder und die KommunalverbĂ€nde argumentieren in dem Brief, dass schnelle Internetverbindungen wichtig fĂŒr die deutsche Volkswirtschaft seien. "Anders als die derzeitigen Entlastungspakete oder die Gaspreisbremse geht es nicht um konsumptive Ausgaben, sondern um nachhaltige Zukunftsgestaltung", heißt es in dem Schreiben. "Bereits derzeit bestehen hier in Deutschland Defizite. Weitere Verzögerungen sind nicht hinnehmbar."

Mit seinem Gigabit-Förderprogramm stellt der Bund insgesamt 12 Milliarden Euro zur VerfĂŒgung, von denen jedes Jahr 3 Milliarden ausgeschĂŒttet werden sollen. Die UnterstĂŒtzung ist fĂŒr lĂ€ndliche Regionen gedacht, in denen Telekommunikationsfirmen wegen unrentabel hoher Kosten kein Glasfasernetz ausbauen wollen. Ziel des Ganzen ist eine flĂ€chendeckend verfĂŒgbare Internetanbindung in hoher Geschwindigkeit [2] fĂŒr Privathaushalte, Schulen, Firmen und KrankenhĂ€user in ganz Deutschland.

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(tiw [4])


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[1] https://www.heise.de/news/Glasfaser-Ausbau-Foerdertopf-fuer-2022-ist-leer-7313591.html
[2] https://www.bmdv.bund.de/DE/Themen/Digitales/Breitbandausbau/Breitbandfoerderung/breitbandfoerderung.html
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