Start-Stopp-Systeme im Aufwind: Bosch und Valeo feiern Verkaufserfolge

Sie schalten bei Stillstand automatisch den Motor aus: Start-Stopp-Systeme helfen so beim Spritsparen. Die Unternehmen Bosch und Valeo liefern die neue Technik und vermelden neue Verkaufserfolge

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Von
  • rhi
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Paris / Stuttgart, 9. Juli 2008 – Die Zahl der Autos mit automatischen Start-Stopp-Systemen wächst, und mit Blick auf die Preise an den Tankstellen muss man kein Prophet sein, um der Technik eine zunehmende Verbreitung vorherzusagen. So verkünden denn auch die beiden großen Zulieferer Bosch aus Deutschland und Valeo aus Frankreich aktuell neue Vertriebserfolge für ihre jeweiligen Spartechnologien.

Bosch hat nach eigenen Angaben seit dem Produktionsstart im Jahr 2007 bereits eine halbe Million Start-Stopp-Systeme für BMW und Mini geliefert. Dort ist mittlerweile ein großer Teil der Modelle mit der Technik in Serie ausgestattet. Nach Einschätzung von Bosch lassen sich damit je nach Fahrzeug bis zu fünf Prozent Kraftstoff im neuen europäischen Fahrzyklus, kurz NEFZ, einsparen. Das Unternehmen teilte darüber hinaus mit, dass sich drei weitere Hersteller für die Technik entschieden haben und den Serienanlauf in den nächsten Monaten planen. Auf unsere Anfrage hin teilte Bosch-Sprecher Stephan Kraus lediglich mit, dass es sich um europäische Unternehmen handele.

Start-Stopp-Systeme im Aufwind: Bosch und Valeo feiern Verkaufserfolge (7 Bilder)

Der Mini besitzt serienmäßig eine Start-Stopp-Automatik von Bosch.

Bei dem Bosch-System sorgen ein leistungsfähigerer Starter und eine verstärkte Einspur-Mechanik für ein schnelles Starten des Motors. Die Technik sei im Gegensatz zu der anderer Anbieter auch für den Kaltstart von Dieselmotoren geeignet. Zum Gesamtsystem gehört unter anderem eine Regelungssoftware, die in das jeweilige Motorsteuergerät integriert werden kann. Des weiteren sind ein Kurbelwellensensor mit Auswerteelektronik und ein Batteriesensor mit an Bord. Letzterer errechnet den aktuellen Ladezustand der Batterie und stellt die Information dem Energiemanagement zur Verfügung.

In Fahrzeugen französischer Hersteller finden sich meistens viele Teile des Valeo-Konzerns. Das Unternehmen bietet ein Start-Stopp-System namens StARS an. Die Abkürzung steht für "Starter-Alternator Reversible System", das anstelle des Startergenerators eingebaut wird und zur Gattung der Mikrohybride zählt. Valeo verspricht von dem System eine Verbrauchssenkung um bis zu 15 Prozent. In den Citroën-Modellen C2 Stop&Smart und C3 Stop&Smart, aber auch im Smart Fortwo mhd (mhd steht für "micro hybrid drive") gehört StARS zur Serienausstattung.

Weitere Modelle werden folgen: Einer jetzt verkündeten Vereinbarung zufolge wird Valeo bis 2011 das System für eine Million Neufahrzeuge des PSA-Konzerns liefern. Zu PSA gehören die Marken Peugeot und Citroën. Valeo teilte außerdem mit, dass noch 2008 weitere Vertragsabschlüsse bekannt gegeben werden sollen. Details hierzu waren auf unsere Nachfrage hin allerdings noch nicht zu erfahren. (rh)