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Software-Haus Ixos muss Bilanz korrigieren

Torge Löding

Sechs KundenauftrÀge im Wert von insgesamt 0,8 Millionen Euro waren gefÀlscht.

Das Controlling der Ixos Software AG [1] hat in der Vertriebsregion Belgien UnregelmĂ€ĂŸigkeiten festgestellt. Sie seien auf das Fehlverhalten eines einzelnen Vertriebsmitarbeiters zurĂŒckzufĂŒhren, heißt es in einer Firmenmitteilung. Dieser Vertriebsmitarbeiter habe insgesamt sechs KundenauftrĂ€ge gefĂ€lscht.

Das Unternehmen musste deshalb nachtrĂ€glich die Bilanzen des vergangenen Jahres nach unten korrigieren, und zwar um 0,8 Millionen Euro beim Lizenzumsatz (entspricht 0,7 Prozent des Jahresumsatzes) in der zweiten GeschĂ€ftsjahreshĂ€lfte 2001/2002. Das damit verbundene ĂŒberhöhte operative Ergebnis (EBIT) lag bei 0,7 Millionen (entspricht 9 Prozent des operativen Ergebnisses). In der ersten HĂ€lfte des laufenden GeschĂ€ftsjahres 2002/2003 lag der ĂŒberhöhte Lizenzumsatz- und Ergebnisausweis bei 0,3 Millionen.

IXOS habe den Vertriebsmitarbeiter entlassen und alle erforderlichen weiteren Schritte in die Wege geleitet, heißt es weiter in der Mitteilung. Bei den Anlegern löste die Bilanzkorrektur einen Schock aus: Nach Handelsbeginn stĂŒrzte die im TecDAX notierte Aktie am Dienstag um mehr als 17 Prozent auf 3,55 Euro ab. (tol [2])


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https://www.heise.de/-78709

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[1] http://www.ixos.de
[2] mailto:tol@heise.de