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Smartphone-Hersteller Xiaomi verdient schlechter als gedacht

Smartphone-Hersteller Xiaomi verdient schlechter als gedacht

Redmi 1S von Xiaomi

(Bild: Xiaomi)

Ein Bericht, wonach Xiaomi im vergangenen Jahr umgerechnet fast eine halbe Milliarde Euro verdient haben soll, sorgte vor einem Monat fĂŒr hochgezogene Augenbrauen in der Branche. Laut neuen Dokumenten betrug der Gewinn nur ein Zehntel dessen.

Das GeschĂ€ft mit gĂŒnstigen Smartphones lĂ€uft fĂŒr den chinesischen Branchen-Aufsteiger Xiaomi doch nicht so lukrativ wie zuletzt berichtet. Im vergangenen Jahr erzielte Xiaomi einen Gewinn von 347,5 Millionen Yuan (45 Millionen Euro). Das geht aus Unterlagen [1] hervor, die am Montag zum Einstieg beim chinesischen HausgerĂ€te-Anbieter Midea veröffentlicht wurden.

Vor einem Monat hatte das Wall Street Journal unter Berufung auf interne Dokumente noch geschrieben, Xiaomi habe 2013 mit 3,46 Milliarden Yuan rund zehnmal besser verdient [2]. Der nun veröffentlichte Umsatz von 26,6 Milliarden Yuan entspricht dagegen ziemlich genau den Informationen aus der Zeitung.

Xiaomi spezialisiert sich darauf, technisch hochgerĂŒstete GerĂ€te deutlich gĂŒnstiger als die Konkurrenz zu verkaufen. Damit wurde der 2010 gegrĂŒndete Anbieter zur Nummer eins im Heimatmarkt China.

Im vergangenen Quartal stieg Xiaomi nach Berechnungen der Marktforschungsfirma IDC dank der GrĂ¶ĂŸe des chinesischen Marktes zur Nummer drei im weltweiten Smartphone-GeschĂ€ft mit gut 17 Millionen verkauften GerĂ€ten auf. Danach holte sich der weltgrĂ¶ĂŸte PC-Hersteller Lenovo mit der Übernahme des US-Herstellers Motorola den dritten Rang wieder zurĂŒck. Die Marktforscher von Gartner stuften Xiaomi auf den vierten Platz ein. [3] (anw [4])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-2497859

Links in diesem Artikel:
[1] http://docs.dpaq.de/8348-xiaomi2013.pdf
[2] https://www.heise.de/news/Smartphone-Aufsteiger-Xiaomi-waechst-offenbar-mit-Gewinn-2443186.html
[3] https://www.heise.de/news/Samsung-verliert-drastisch-Marktanteile-bei-Mobiltelefonen-2496575.html
[4] mailto:anw@heise.de