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Siemens übernimmt Spezialisten für "digitale Fabrik"

Jürgen Kuri

3,5 Milliarden US-Dollar ist Siemens der Softwarehersteller UGS wert, der auf Product Lifecycle Management zur Simulation von Produktionsabläufen und Planungsprozessen spezialisiert ist.

Im Rahmen der Vorlage der Bilanzzahlen [1] verkündete Siemens [2] auch einen größeren Neuzugang in seiner Sparte für Automatisierungstechnik: 3,5 Milliarden US-Dollar zahlt der Eletrokonzern für das US-amerikanische Softwarehaus UGS [3]. Die Firma ist außer auf Anwendungen für CAD, CAE und CAM vor allem spezialisiert auf Lösungen für das so genannte Product Lifecycle Management (PLM), mit dem wie in einer "digitalen Fabrik" Produktionsabläufe und Planungsprozesse simuliert und damit die Entwicklungs- und Herstellungskosten stark gesenkt werden können. Zusammen mit der Automatisierungstechnik von Siemens sollen nun integrierte Lösungen aus Automatisierungs- und PLM-Systemen zur Realisierung der digitalen Fabrik angeboten werden, in der Entwicklung und Herstellung von Produkten vollständig digital gesteuert werden.

Siemens übernimmt UGS von den Investmentgesellschaften Bain Capital, Warburg Pincus und Silver Lake Partners. Laut dem Konzern erzielte UGS im Geschäftsjahr 2005 knapp 1,2 Milliarden US-Dollar Umsatz und einen operativen Gewinn von 241 Millionen US-Dollar; Siemens beziffert den Markt für PLM-Software und -Dienstleistungen auf ein jährliches Volumen von rund 13 Milliarden USD und Wachstumsraten zwischen sieben und neun Prozent.

Zur digitalen Fabrik und zu Product LifecycleManagement siehe auch die Artikelserie in c't:

(jk [8])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-138406

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/news/EU-Bussgeld-belastet-Siemens-Bilanz-138346.html
[2] http://www.siemens.de
[3] http://www.ugs.com/index.shtml
[4] http://www.heise.de/kiosk/archiv/ct/06/06/124/
[5] http://www.heise.de/kiosk/archiv/ct/06/07/096/
[6] http://www.heise.de/kiosk/archiv/ct/06/08/090/
[7] http://www.heise.de/kiosk/archiv/ct/06/09/098/
[8] mailto:jk@heise.de