Siemens streicht 600 von 1100 Stellen bei IT-Tochter Sinitec
Betroffen sind vor allem die Techniker des Wartungsspezialisten an bundesweit 29 Standorten.
Der Siemens-Konzern [1] streicht wegen der stĂ€ndig schrumpfenden Nachfrage 600 von 1100 Stellen bei seiner IT-Tochter Sinitec [2]. Betroffen seien vor allem die Techniker des Wartungsspezialisten an bundesweit 29 Standorten, teilte die Sinitec-GeschĂ€ftsfĂŒhrung heute in MĂŒnchen mit (PDF [3]). Einige Standorte sollen geschlossen werden. Der Arbeitsplatzabbau ist Teil einer gröĂeren Umbauaktion beim renditeschwachen Siemens-IT-Dienstleister SBS, zu dem Sinitec gehört.
Die PlĂ€ne des Managements wurden heute den Arbeitnehmervertretern vorgelegt. Ein Rahmensozialplan sei bereits vereinbart worden. Der Abbau solle mit Hilfe von Versetzungen, Abfindungen und einer Transfergesellschaft "so sozialvertrĂ€glich wie möglich" gestaltet werden, hieĂ es. Nach Gewerkschaftsangaben war auch die Abwicklung von Sinitec im GesprĂ€ch. Die drastischen Stellenstreichungen sind nun ein erster Schritt bei der erwarteten Neuaufstellung von SBS. Hintergrund fĂŒr den Abbau von mehr als jeder zweiten Stelle seien die sinkende StöranfĂ€lligkeit von Computern und ein harter VerdrĂ€ngungswettbewerb, die zusammengenommen in den vergangenen Jahren zu hohen ĂberkapazitĂ€ten gefĂŒhrt hĂ€tten, hieĂ es.
SBS hatte mit einem schmalen Gewinn von 40 Millionen Euro bei einem Gesamtumsatz von 4,7 Milliarden Euro auch im abgelaufenen GeschĂ€ftsjahr 2003/04 (30. September) die Renditeziele des Konzerns weit verfehlt. Die SBS-FĂŒhrung mĂŒsse nun bis Januar ein Gesamtkonzept vorlegen, sagte ein Siemens-Sprecher. "Hier muss eine VorwĂ€rtsstrategie entwickelt werden." Nach EinschĂ€tzung von Experten ist auch eine Trennung von SBS nicht ausgeschlossen, falls der Bereich nicht nachhaltig profitabel wird. (anw [4])
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[3] http://www.sinitec.de/presse/pdf/041112_Pressetext_SINITEC.pdf
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