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Siemens-AffÀre: Auftragsvergabe bei Olympischen Spielen im Visier

Die Staatsanwaltschaft in Athen ermittelt angeblich wegen des Verdachts möglicher UnregelmĂ€ĂŸigkeiten beim Auftrag fĂŒr das Sicherheitssystem der Olympischen Sommerspiele 2004.

In der AffĂ€re [1] um angebliche schwarze Kassen beim Siemens-Konzern [2] ist auch die Auftragsvergabe bei den Olympischen Spielen 2004 in Griechenland ins Zwielicht geraten. Die Staatsanwaltschaft in Athen ermittele wegen des Verdachts möglicher UnregelmĂ€ĂŸigkeiten beim Auftrag fĂŒr das Sicherheitssystem der Olympischen Sommerspiele, berichtete das Handelsblatt [3]. Auch in Italien ist die Staatsanwaltschaft einem Bericht zufolge in der Siemens-AffĂ€re aktiv. Die Staatsanwaltschaft MĂŒnchen wollte sich am Mittwoch zunĂ€chst nicht Ă€ußern.

Eine SchlĂŒsselfigur bei den AuftrĂ€gen fĂŒr die Olympischen Spiele soll der frĂŒhere Leiter des Griechenland-GeschĂ€fts der Sparte Telekommunikation sein. Der Manager habe den Konzern bereits im April verlassen, sagte ein Siemens-Sprecher am Mittwoch in MĂŒnchen. Nach Informationen der SĂŒddeutschen Zeitung [4] erfolgte die gerĂ€uschlose Trennung von dem Manager nach dem Beginn eines Ermittlungsverfahrens in der Schweiz wegen GeldwĂ€sche und anderer Delikte. In einem Aufhebungsvertrag sei vereinbart worden, gegenseitig keine AnsprĂŒche geltend zu machen. Der Siemens-Sprecher wollte sich nicht dazu Ă€ußern.

Der ehemalige Griechenland-Chef soll dem Bericht zufolge Zugriff auf Konten in der Schweiz gehabt haben, die die Fahnder dem System der schwarzen Kassen bei Siemens zurechneten. Auf diesen Konten sollen insgesamt bis zu 40 Millionen Euro gelagert haben. Die Staatsanwaltschaft untersuche, ob die MillionenbetrĂ€ge in den schwarzen Kassen als Schmiergeld genutzt wurden und ob Siemens durch Bestechung an AuftrĂ€ge fĂŒr die Olympischen Spiele kam.

Insgesamt ermittelt die MĂŒnchner Staatsanwaltschaft gegen zwölf Beschuldigte. In der vergangenen Woche hatten die Fahnder in einer groß angelegten Razzia in der Konzernzentrale in MĂŒnchen und insgesamt rund 30 weiteren Siemens-Standorten in Deutschland und Österreich nach Beweismaterial gesucht. Im Kern geht es um die Frage, ob Mitarbeiter der Siemens-Festnetzsparte Com Geld unterschlagen [5] und fĂŒr Schmiergeldzahlungen – auch im Ausland – eingesetzt haben.

Auch in Italien sind StaatsanwĂ€lte nach einem Bericht des Wall Street Journal [6] verdĂ€chtigen Geldzahlungen im Zusammenhang mit der FinanzaffĂ€re bei Siemens auf der Spur. Im Zentrum der Ermittlungen stehe ein Bankkonto, ĂŒber das mehr als 60 Millionen Euro geflossen sein sollen. Das Geld sei nach Auffassung der Ermittler fĂŒr Schmiergeldzahlungen verwendet worden.

Siehe dazu auch:

(dpa) / (jk [16])


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[2] http://www.siemens.de
[3] http://www.handelsblatt.com
[4] http://www.sueddeutsche.de
[5] https://www.heise.de/news/Siemens-Razzia-Verdacht-der-Veruntreuung-im-Festnetzbereich-118350.html
[6] http://online.wsj.com/home/us
[7] https://www.heise.de/news/Siemens-Affaere-weitet-sich-aus-119444.html
[8] https://www.heise.de/news/Siemens-schon-lange-ueber-Affaere-informiert-119345.html
[9] https://www.heise.de/news/Verdacht-auf-Siemens-Schmiergeld-in-dreistelliger-Millionenhoehe-119204.html
[10] https://www.heise.de/news/Siemens-Finanzaffaere-Fuenf-Verdaechtige-bleiben-in-Haft-119053.html
[11] https://www.heise.de/news/Siemens-Affaere-weitet-sich-aus-Haftbefehle-gegen-Ex-Manager-118668.html
[12] https://www.heise.de/news/Siemens-Razzia-Verdacht-der-Veruntreuung-im-Festnetzbereich-118350.html
[13] https://www.heise.de/news/Grossrazzia-bei-Siemens-118134.html
[14] https://www.heise.de/news/Siemens-verteilt-die-Mitarbeiter-der-Com-Sparte-155935.html
[15] https://www.heise.de/news/Siemens-und-Nokia-legen-Sparten-fuer-Netzwerk-Ausruestung-zusammen-Update-133629.html
[16] mailto:jk@heise.de