Siebel erneut im Visier der US-Börsenaufsicht
Dem CRM-Softwarehersteller Siebel droht erneut ein Bußgeldverfahren durch die amerikanische Börsenaufsicht SEC.
Dem CRM-Softwarehersteller Siebel [1] droht erneut [2] ein Bußgeldverfahren durch die amerikanische Börsenaufsicht SEC [3]. Offenbar zieht die Security Exchange Commission gegen den Hersteller von CRM-Software sowie zwei seiner Mitarbeiter wegen der unerlaubten Bekanntgabe von Insiderinformationen Zwangsmaßnahmen in Betracht.
Auslöser für die Untersuchung war ein Medienbericht, auf einer Dinnerparty im April seien vertrauliche Vorab-Informationen an einige Analysten und Investoren gelangt, die Tags darauf zu einem unerwarteten Kursanstieg der Siebel-Aktie geführt hätten. Der beschuldigte Siebel-Finanzchef Ken Goldman beteuert zwar, er hätte auf der fraglichen Veranstaltung keine nicht-öffentlichen Informationen preisgegeben, doch wie sich jetzt herausstellt, sieht die SEC das anders.
Im vergangenen November war Firmengründer Tom Siebel in einem Präzedenzfall nach ähnlichen Vorwürfen zu einer Viertelmillion US-Dollar Strafe verurteilt worden. Das Unternehmen zahlte die Summe postwendend und ohne Einspruch -- wenn auch unter dem Hinweis, dies sei kein Schuldeingeständnis. (hps [4])
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[2] https://www.heise.de/news/US-Boersenaufsicht-verhaengt-Geldstrafe-gegen-Siebel-71035.html
[3] http://www.sec.gov
[4] mailto:hps@ct.de
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