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Sharp streicht nach drastischem Verlust 5000 Jobs

In dem Ende Juni abgeschlossenen ersten GeschÀftsquartal schrieb der japanische Konzern erneut tiefrote Zahlen von umgerechnet 1,4 Milliarden Euro.

Der japanische Elektronik-Konzern Sharp [1] streicht nach einem riesigen Quartalsverlust rund 5000 ArbeitsplĂ€tze – nahezu jede zehnte Stelle. In dem Ende Juni abgeschlossenen ersten GeschĂ€ftsquartal gab es erneut tiefrote Zahlen von 138,4 Milliarden Yen (1,4 Milliarden Euro). Als Folge musste Sharp die Prognose laut Mitteilung [2] fĂŒr den Jahresverlust auf 250 Milliarden Yen ausweiten (2,6 Milliarden Euro), von ursprĂŒnglich 30 Milliarden Yen. Der Quartalsumsatz sackte um fast 29 Prozent auf 458,6 Milliarden Yen ab (4,77 Milliarden Euro) ab.

Informierte Personen waren vor Kurzem davon ausgegangen [3], dass Sharp 3000 ArbeitsplĂ€tze abbauen könnte. Das Unternehmen kĂ€mpft mit großen Problemen in seinem KerngeschĂ€ft mit LCD-Fernsehern. Die weltweite Nachfrage ist abgesackt, die ganze Branche leidet an ÜberkapazitĂ€ten, japanischen Unternehmen macht zusĂ€tzlich der starke Yen zu schaffen. Der Umsatz der LCD-Sparte ging im Vorjahresvergleich um 41 Prozent auf 146 Milliarden Yen zurĂŒck. Noch stĂ€rker war der RĂŒckgang im GeschĂ€ft mit elektronischen Komponenten, nĂ€mlich um 49,5 Prozent auf 235 Milliarden Yen.

Sharp will ĂŒber eine Partnerschaft mit dem Auftragshersteller Foxconn, der unter anderem die Apple-GerĂ€te produziert, aus dem Schlamassel kommen. Das Unternehmen aus Taiwan stieg bei Sharp ein [4] und will auch in großem Stil LCD-Panels abnehmen. (anw [5])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-1658591

Links in diesem Artikel:
[1] http://sharp-world.com
[2] http://sharp-world.com/corporate/ir/library/financial/pdf/2013/4/1303_1Q_Release.pdf
[3] https://www.heise.de/news/Bericht-Sharp-prueft-Abbau-von-3000-Stellen-1653005.html
[4] https://www.heise.de/news/Auftragsfertiger-Foxconn-kauft-sich-bei-Sharp-ein-1484256.html
[5] mailto:anw@heise.de