Sexxxcast.tv muss Sendebetrieb einstellen
Eurosport will seine Austastlücke nicht mehr für den Hardcore-Download zur Verfügung stellen.
Datenübermittlung via TV-Karte auf den PC ohne Online-Kosten -- auch bei Sexxxcast.tv konnte die Technik der Hypermedia GmbH nur für kurze Zeit zum Einsatz kommen: Nur vier Wochen nach dem Start muss der Anbieter den Dienst einstellen. Sexxxcast.tv verschickte mit Digital Rights Managent geschütze, 15-minütige Hardcore-Streifen über die Austastlücke [1]. Der Fernsehsender Eurosport, der für den Sexxxcast-Client jede Nacht ab 23 Uhr statt Videotext-Informationen den Datentransfer übernahm, beendete die Zusammenarbeit überraschend nach Ablauf der Probezeit.
Norbert Boehnke, Geschäftsführer der Sexxxcast GmbH zeigte sich verärgert: "Obwohl unser Dienst rechtlich einwandfrei abgesichert war, passte er einigen Leuten offensichtlich nicht ins Konzept." Die Zusammenarbeit mit Eurosport sei sehr konstruktiv gewesen -- der plötzliche Sinneswandel des Senders kam daher überraschend. Eurosport wollte über die Gründe der Einstellung keine Auskunft geben: "Das Projekt wurde nach der Testphase beendet", so die knappe Erklärung eines Eurosport-Sprechers gegenüber heise online. Die Sexxxcast GmbH ist mit dem Wegfall der Austastlücke ihrer Geschäftsgrundlage beraubt: "Der Service wurde in den ersten Wochen gut angenommen, jetzt hängt alles davon ab, ob sich ein anderer Fernsehsender findet", so Boehnke weiter. (sha [2])
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