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Schwedischer Telecom-Konzern Telia in den roten Zahlen

Der weltweite Einbruch bei der Telekommunikation hat den schwedischen Konzern Telia mit stÀrkerer Wucht getroffen als erwartet.

Der weltweite Einbruch bei der Telekommunikation hat den schwedischen Konzern Telia [1] mit stĂ€rkerer Wucht getroffen als erwartet. Nach der Bekanntgabe einer enttĂ€uschenden Jahresbilanz 2001 mit Nettoverlusten von 572 Millionen Kronen (61,8 Millionen Euro) im vierten Quartal am Freitag sanken die Telia-Aktien in Stockholm bis Mittag um knapp 8 Prozent auf 38,80 Kronen (4,2 Euro). Im letzten Quartal des vorausgegangenen Jahres hatte Telia als unangefochtener BranchenfĂŒhrer in Schweden noch einen Gewinn von 7,4 Milliarden Kronen (rund 800 Millionen Euro) ausgewiesen.

FĂŒr das gesamte Jahr sackten die ErtrĂ€ge von 10,3 Milliarden Kronen (1,1 Milliarden Euro) auf 1,9 Milliarden Kronen (205 Millionen Euro). Konzernchefin Marianne Nivert erklĂ€rte die negative Entwicklung besonders im vierten Quartal vor allem mit konjunkturellen EinflĂŒssen und sprach fĂŒr das ganze Jahr von einem "guten Wachstum bei den KernaktivitĂ€ten". Der Umsatz des teilstaatlichen Unternehmens stieg im letzten Jahr um 6 Prozent auf 57,2 Milliarden Kronen (6,2 Milliarden Euro). Mit 3 Milliarden Kronen (324 Millionen Euro) Minus schlug in der Bilanz die Neubewertung der Telia-Tochter International Carrier im Großhandel mit Netzen zu Buche. Nivert erklĂ€rte, es gebe in der Branche derzeit einen starken Druck zu Umstrukturierungen. (dpa) / (jk [2])


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[1] http://www.telia.com/
[2] mailto:jk@heise.de