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SchÀuble: Mehr Regeln im Netz

Detlef Grell

Auf einem "Wertekongress" in Stuttgart plĂ€diert Bundesinnenminister Wolfgang SchĂ€uble fĂŒr eine schĂ€rfere Reglementierung des Internet.

Am Rande eines "Wertekongresses" der baden-wĂŒrttembergischen Landtags-CDU in Stuttgart Ă€ußerte sich Bundesinnenminister Wolfgang SchĂ€uble (CDU) zur Internetsicherheit, aber auch etwa zum Thema öffentliche Videokameras. So erklĂ€rte SchĂ€uble, dass ein verstĂ€rkter Einsatz von Videokameras an öffentlichen Brennpunkten sinnvoll sein könne, wenn schwĂ€cher werdende soziale Kontrolle keinen ausreichenden Schutz mehr gewĂ€hre.

Vor allem aber hat er eine schĂ€rfere Reglementierung des Internet im Visier: "Kultur wie Marktwirtschaft gehen nicht ohne den Schutz geistigen Eigentums", erklĂ€rte er zu den Forderungen nach einem gelockerten Urheberrecht. Das Internet könne kein rechtsfreier Raum sein. Gleichzeitig rĂ€umte er handwerkliche Fehler beim sogenannten Zugangserschwerungsgesetz [1] mittels Stoppschildern im Internet ein. Das Gesetz zum Schutz vor Kinderpornografie sei im Endspurt des Wahlkampfes auch deshalb entstanden, um die CDU gegenĂŒber anderen Parteien abzusetzen. Die umstrittenen Internetsperren waren in diesem Jahr von Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) auf den Weg gebracht worden.

Noch bis Samstagabend wollen im Stuttgarter Landtag Politiker und Vertreter aus Schulen, Religion und der Polizei diskutieren, was die Gesellschaft zusammenhÀlt.(dpa)/ (gr [2])


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https://www.heise.de/-821144

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[1] https://www.heise.de/news/CDU-haelt-an-Vorratsdatenspeicherung-und-Websperren-fest-807552.html
[2] mailto:gr@ct.de