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Sanyo setzt auf Akkus und Solarzellen

Peter-Michael Ziegler

Firmenchef Seiichiro Sano will in den kommenden drei Jahren mehr als 620 Millionen Euro in die Ausweitung der ProduktionskapazitĂ€ten fĂŒr wiederaufladbare Batterien sowie knapp 500 Millionen Euro in das GeschĂ€ft mit Solarzellen investieren.

Der japanische Elektronikkonzern Sanyo [1] will sich kĂŒnftig stĂ€rker auf seine profitabelsten GeschĂ€ftsbereiche konzentrieren: Solarzellen und Akkus. Bei der Vorstellung des GeschĂ€ftszahlen [2] fĂŒr die erste HĂ€lfte des Fiskaljahres 2007/08 kĂŒndigte Firmenchef Seiichiro Sano an, in den kommenden drei Jahren umgerechnet 623 Millionen Euro in die Ausweitung der ProduktionskapazitĂ€ten fĂŒr wiederaufladbare Batterien sowie knapp 500 Millionen Euro in das GeschĂ€ft mit Solarzellen investieren zu wollen. Sano Ă€ußerte zudem die Hoffnung, den geplanten Verkauf [3] der Handy-Sparte an Kyocera bis MĂ€rz kommenden Jahres abschließen zu können.

In der ersten HĂ€lfte des Fiskaljahres 2007/08 (Ende: 31. MĂ€rz) erwirtschaftete Sanyo einen Konzernumsatz von 1,09 Billionen Yen (6,79 Milliarden Euro), 0,4 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Dabei fiel ein NettoĂŒberschuss von 15,98 Milliarden Yen (99 Millionen Euro) an. Im Vorjahr hatte der Konzern fĂŒr den Zeitraum April bis September noch einen Nettoverlust von 3,6 Milliarden Yen (nach derzeitigem Wechselkurs 22,4 Millionen Euro) ausgewiesen. Zur positiven GeschĂ€ftsentwicklung trugen Unternehmensangaben zufolge Kostensenkungsmaßnahmen, gute VerkĂ€ufe bei Batterien und Digitalkameras sowie der schwache Yen bei.

Der Konzern hatte nach schwachen AbsĂ€tzen [4] im HaushaltsgerĂ€tebereich sowie Bilanzmanipulationen in den vergangenen Jahren tausende Stellen [5] gestrichen und sich aus einigen verlustbringenden GeschĂ€ftsbereichen zurĂŒckgezogen. Der geplante Verkauf der Halbleitersparte wurde im Oktober jedoch abgeblasen [6], nachdem ein Angebot der Investment-Gruppe Advantage Partners LLP offenbar nicht den Vorstellungen des neuen, seit April amtierenden Sanyo-Chefs entsprach. Jetzt soll die Chip-Sparte mindestens drei weitere Jahre im Konzern verbleiben und bis zum Jahr 2011 ebenso wie die anderen Sanyo-GeschĂ€ftsbereiche profitabel arbeiten. (pmz [7])


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https://www.heise.de/-200180

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.sanyo.co.jp
[2] http://www.sanyo.co.jp/koho/hypertext4-eng/0711/1127-1e.html
[3] https://www.heise.de/news/Sanyo-verhandelt-mit-Kyocera-ueber-Verkauf-der-Mobilfunksparte-185178.html
[4] https://www.heise.de/news/Elektronikkonzern-Sanyo-rutscht-tief-in-Verlustzone-149802.html
[5] https://www.heise.de/news/Sanyo-will-rund-14-000-Stellen-streichen-113724.html
[6] https://www.heise.de/news/Sanyo-behaelt-seine-Halbleitersparte-186453.html
[7] mailto:pmz@ct.de