SARS verdirbt AMD die Bilanz
Die Ausbreitung der gefÀhrlichen Atemwegserkrankung hat den Prozessorhersteller ein Siebtel des prognostizierten Umsatzes gekostet, meint AMD-CFO Rovert J. Rivet.
Prozessorhersteller Advanced Micro Devices (AMD [1]) hat seine Umsatzerwartungen fĂŒr das laufende zweite Quartal gesenkt. Statt 715 Millionen US-Dollar wie zuvor prognostiziert werde der Umsatz lediglich 615 Millionen US-Dollar betragen. Analysten dagegen waren zuvor sogar von rund 720 Millionen US-Dollar ausgegangen. "Der fĂŒr Juni vorhergesagte Anstieg bei den VerkĂ€ufen ist nicht eingetreten", rĂ€umt AMDs Finanzchef Robert J. Rivet ein. Besonders betroffen sei sein Unternehmen vom Umsatzschwund in China und anderen asiatischen LĂ€ndern, hervorgerufen durch die gefĂ€hrliche Atemwegserkrankung SARS. Intel hatte hingegen im Mai behauptet, SARS habe sich nicht negativ [2] auf die GeschĂ€fte ausgewirkt.
AMD hatte es auch schon im vorigen Quartal nicht leicht [3]. In dem ersten Viertel des GeschĂ€ftsjahres ging der Umsatz um 21 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahresquartal auf 714,6 Millionen US-Dollar zurĂŒck. Wie groĂ die Hoffnungen auf das laufende Quartal waren, zeigt die Tatsache, dass die nun korrigierte Prognose immer noch um rund 15 Millionen US-Dollar ĂŒber dem Umsatz im zweiten Quartal 2002 liegt. Die endgĂŒltigen Zahlen fĂŒr das zweite Quartal will AMD am 16. Juli vorlegen. An der New Yorker Börse lieĂ die Aktie des Prozessorherstellers heute bislang um 7,5 Prozent auf 6,09 US-Dollar nach. (anw [4])
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