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Rückschlag für VeriSign im Prozess um Sitefinder

Andreas Wilkens

Der Richter fand die bisher vorgebrachten Argumente des Registry-Betreibers gegen das Verbot des Sitefinder-Dienstes nicht ausreichend.

VeriSign [1] hat im Prozess gegen die Internet Corporation For Assigned Names and Numbers (ICANN [2]) eine Niederlage einstecken müssen. Richter A. Howard Matz [3] fand die bisher von VeriSign vorgebrachten Argumente gegen das Verbot des Sitefinder nicht überzeugend. Nun hat der Registry-Betreiber bis zum 7. Juni Zeit, weitere Eingaben zu machen, um Verstöße der Internetverwaltung ICANN gegen das US-amerikanische Wettbewerbsrecht zu belegen.

VeriSign hatte im September vergangenen Jahres mit dem Sitefinder Anfragen nach nicht vergebenen .com- und .net-Adressen auf seinen Suchdienst umgeleitet [4]. Dieser "Service" geriet schnell in die Kritik [5] und wurde auf Druck der ICANN Anfang Oktober vom Netz genommen [6]. Im Februar ging VeriSign gegen ICANN vor Gericht [7], um sich gegen das Verbot des Sitefinder-Dienstes zu wehren. Außerdem beschuldigt der Registry-Betreiber ICANN, eine ganze Reihe anderer Dienste blockiert und behindert zu haben. (anw [8])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-98839

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.verisign.com
[2] http://www.icann.org
[3] http://www.cacd.uscourts.gov/cacd/judgereq.nsf/2fb080863c88ab47882567c9007fa070/2eff62212b7ed88b8825681d007fa030?OpenDocument
[4] https://www.heise.de/news/VeriSign-fischt-Traffic-ab-85443.html
[5] https://www.heise.de/news/Internet-Architecture-Board-kritisiert-VeriSigns-Wildcards-85685.html
[6] https://www.heise.de/news/VeriSign-nimmt-Site-Finder-vom-Netz-86309.html
[7] https://www.heise.de/news/VeriSign-Sitefinder-Das-Imperium-schlaegt-zurueck-94303.html
[8] mailto:anw@heise.de