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Rosetta endlich im All

Roy Reger

Nach zwei abgebrochenen Startversuchen am 26. und 27. Februar 2004 klappte es heute im dritten Anlauf mit dem Start der europÀischen Raumsonde Rosetta.

Nach zwei abgebrochenen Startversuchen am 26. [1] und 27. [2] Februar 2004 klappte es heute im dritten Anlauf mit dem Start der europÀischen Raumsonde Rosetta [3]. Die TrÀgerrakete Ariane hob um 8:17 Uhr MEZ vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana ab, teilte Arianespace [4] mit. Sie soll den Kometen 67/P Churyumov-Gerasimenko in etwa 10,5 Jahren [5] erreichen. In einer Höhe von mehr als 1.300 Kilometer ist knapp zwei Stunden nach dem Start die letzte Stufe der TrÀgerrakete von der Sonde getrennt worden.

Nach dem Start klappt Rosetta die Sonnenpaneele aus, um Energie zu tanken. Danach werden alle Systeme und Experimente nach und nach eingeschaltet und bis Oktober 2004 geprĂŒft.

Die Sonde steuert den Kometen nicht direkt an, denn selbst die Ariane-5 als eine der stĂ€rksten Raketen, die zurzeit zur VerfĂŒgung stehen, hat nicht genĂŒgend Kraft, eine Sonde direkt zu dem Kometen zu bringen. So holt sie den notwendigen Schwung [6] aus mehreren UmlĂ€ufen rund um die Erde und den Mars. Mitte 2011, wenn die Sonde rund 800 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt ist, wird sie ihre Raketen noch einmal zĂŒnden, um ihr Ziel schließlich 2014 zu erreichen. (rro)


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https://www.heise.de/-94473

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[1] https://www.heise.de/news/Start-des-Kometenjaegers-Rosetta-um-einen-Tag-verschoben-94195.html
[2] https://www.heise.de/news/Defekt-am-Treibstofftank-haelt-Rosetta-weiter-am-Boden-94293.html
[3] http://www.dlr.de/dlr-rosetta
[4] http://www.arianespace.com/site/news/news_sub_missionupdate_index.html
[5] http://www.heise.de/tp/deutsch/special/raum/16869/1.html
[6] http://www.astronews.com/frag/antworten/frage369.html