Richterin gestattet Demonstration von modularem Windows
Im andauernden Anti-Trust-Verfahren gegen Microsoft hat die zustĂ€ndige Richterin Colleen Kollar-Kotelly den KlĂ€gern die VorfĂŒhrung einer modularen Windows-Version gestattet.
Im andauernden Anti-Trust-Verfahren gegen Microsoft hat die zustĂ€ndige Richterin Colleen Kollar-Kotelly den KlĂ€gern die VorfĂŒhrung einer modularen Windows-Version gestattet. Nach US-Medienberichten lieĂ die Richterin am Dienstag den von den KlĂ€gern beantragten zusĂ€tzlichen Experten [1] James Bach als Zeugen zu. Bach soll dem Gericht am 15. Mai demonstrieren, dass eine modulare Version von Windows XP technisch möglich ist.
Die neun Bundesstaaten, die den zwischen Microsoft und der US-Regierung ausgehandelten auĂergerichtlichen Vergleichsvorschlag ablehnen, fordern die Bereitstellung einer solchen modularen Windows-Version, die es erlaubt, das Betriebssystem von zusĂ€tzlichen Microsoft-Softwareprogrammen wie dem Internet Explorer oder dem Multimedia-Player zu befreien. Microsoft lehnt diese Forderung unter anderem mit der BegrĂŒndung ab, das sei technisch unmöglich. Der Software-Riese hatte im Verlauf des Verfahrens zahlreiche Zeugen -- unter anderem auch Microsoft-GrĂŒnder Bill Gates -- aufgeboten, um diese Darstellung zu untermauern. Ausgerechnet Gates höchstpersönlich musste allerdings im Kreuzverhör zugeben, dass mit Windows XP Embedded eine modulare Windows-Variante existiert. (wst [2])
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[2] mailto:wst@technology-review.de
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