RIM legt zu, bleibt aber hinter den Erwartungen zurĂŒck
Der Blackberry-Hersteller konnte die Zahl der verkauften GerĂ€te ĂŒbers Jahr um 35 Prozent steigern; die Anleger reagierten trotzdem verschnupft, da Apple stĂ€rker zulegte und RIM mittlerweile dicht auf den Fersen ist.
Gut ist nicht gut genug: Der Blackberry-Hersteller RIM [1] hat im vierten GeschÀftsquartal (das Ende Februar endete) in geringerem Maà vom Smartphone-Boom profitiert als erwartet. Die Zahl der verkauften GerÀte legte binnen eines Jahres zwar um 35 Prozent auf 10,5 Millionen zu. Doch der Rivale Apple hatte die VerkÀufe bei seinem iPhone im zuletzt berichteten Vierteljahr fast verdoppeln können auf 8,7 Millionen. Die Börsianer zeigten sich am Mittwoch enttÀuscht: Die Aktie brach nachbörslich um rund 7 Prozent ein.
Konzernchef Jim Balsillie versuchte, die Anleger zu beruhigen. "Wir haben es geschafft, unseren internationalen Marktanteil deutlich auszubauen." Gleichzeitig sei es dem Unternehmen gelungen, die MarktfĂŒhrerschaft bei den Smartphones in Nordamerika zu verteidigen. Der Umsatz stieg um 18 Prozent auf 4,1 Milliarden Dollar. Dank Einsparungen legte der Gewinn unterm Strich sogar um 37 Prozent auf 710 Millionen Dollar zu.
FĂŒr das gerade angefangene GeschĂ€ftsjahr 2011 zeigte sich Balsillie zuversichtlich: Er erwarte starke UmsĂ€tze und Gewinne. RIM ist mit seinen Blackberrys vor allem bei GeschĂ€ftsleuten sehr beliebt. Sie schĂ€tzen insbesondere den E-Mail-Pushdienst. Zwischen Dezember und Februar konnte RIM 4,9 Millionen neue Kunden dafĂŒr gewinnen, womit die Gesamtzahl auf 41 Millionen stieg.
Der Markt der Smartphones ist heià umkÀmpft. Nicht nur die alteingesessenen Handy-Hersteller wollen an den GerÀten verdienen. Auch Microsoft oder Google mischen mit. Binnen weniger Jahre, so schÀtzen Experten, werden mehr Smartphones als herkömmliche Handys verkauft. (jk [2])
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