RIAA und Puretunes schließen außergerichtlichen Vergleich
Gegen Zahlung einer zweistelligen Millionensumme lässt die RIAA das Verfahren gegen den spanischen Peer-to-Peer-Dienst ruhen.
Der Geschäftsauftritt war kurz -- die anschließende juristische Auseinandersetzung lang. Mit einem Vergleich beendeten die RIAA und die Sakfield Holding, Betreiber des 2003 gestarteten Musikdienstes "Puretunes", ihre juristische Auseinandersetzung [1] vor dem United States District Court for the District of Columbia. Vier Personen aus dem Puretunes-Umfeld verpflichteten sich zur Zahlung von 500.000 US-Dollar, die Sakfield Holding selbst soll nach US-Berichten eine Summe von 10 Millionen US-Dollar an die RIAA bezahlen.
Puretunes war im Mai 2003 online gegangen [2] und bot über seine Peer-to-Peer-Software ungeschützte MP3-Dateien zum Download an. Schon nach zwei Wochen zeigten sich Ungereimtheiten im Musikkatalog [3] des spanischen Anbieters, der seine Server in Washington DC betrieb: Offensichtlich stammte das Gros der angebotenen Dateien von anderen kommerziellen Diensten. Bereits eine Woche später schloss Puretunes seine Pforten [4]. Zwei Anträge auf Einstellung des Verfahrens wurden vom District Court abgelehnt, unter anderem weil die Sakfield Holding durch das Löschen der Puretunes-Server Beweismittel vernichtet hatte. (sha [5])
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[2] https://www.heise.de/news/25-Gratis-Tracks-bei-Puretunes-79369.html
[3] https://www.heise.de/news/Ungereimtheiten-im-Song-Katalog-des-Musikportals-Puretunes-80307.html
[4] https://www.heise.de/news/Musikdienst-Puretunes-schon-am-Ende-80659.html
[5] mailto:sha@ct.de
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