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Qualcomm strebt mit eigener Handy-TV-Technik nach Europa

Andreas Wilkens

Der US-Mobilfunkausrüster setzt laut "Financial Times Deutschland" darauf, dass in Europa Bedingungen für einen guten Wettbewerb zwischen der eigenen Technik und DVB-H sowie DMB geschaffen werden.

Der US-amerikanische Mobilfunkausrüster Qualcomm will auch auf dem europäischen Markt für Handy-TV aktiv werden. In einem Interview [1] der Financial Times Deutschland sagte Qualcomm-Vorstandschef Paul Jacobs, sein Unternehmen rechne sich im Wettbewerb mit DVB-H [2] und DMB [3] für die eigene Plattform Mediaflo [4] gute Chancen aus: "Handy-TV bedeutet eine große Möglichkeit für uns in Europa", zitiert die Zeitung Jacobs.

Qualcomms Technik ermöglicht den Versand von TV- und Videosignalen über Mobilfunknetze über den selbst entwickelten CDMA-Mobilfunk. Sie wird beispielsweise in den USA seit Kurzem von Verizon Wireless in 20 Bundesstaaten eingesetzt. Auch AT&T hegt laut Bericht derartige Pläne. Trotz der Vorliebe [5] der EU-Kommissarin Viviane Reding für DVB-H, das in Europa dominiert, hofft Jacobs, dass die EU-Kommission in diesem Bereich für Wettbewerb sorge. Eine weitere Möglichkeit für Qualcomm, in Europa aktiv zu werden, sei für Jacobs das Geschäft mit preiswerten 3G-fähigen Mobiltelefonen mit Qualcomm-Chipsätzen. (anw [6])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-132615

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.ftd.de/technik/it_telekommunikation/:Europas%20Handy%20TV%20Qualcomm/204344.html
[2] http://www.heise.de/glossar/entry/Digital-Video-Broadcasting-for-Handheld-397001.html
[3] http://www.heise.de/glossar/entry/Digital-Multimedia-Broadcasting-397441.html
[4] https://www.heise.de/news/CES-Qualcomm-macht-Ernst-mit-Konkurrenz-zu-DVB-H-163027.html
[5] https://www.heise.de/news/EU-Kommission-will-DVB-H-als-europaeischen-Handy-TV-Standard-157016.html
[6] mailto:anw@heise.de