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Qoros GQ3 kommt 2013 nach Europa

Martin Franz

Mit Qoros wieder ein chinesischer Autobauer den Schritt auf den europÀischen Markt. Erstes Modell der Marke ist die Kompaktlimousine GQ3, die auf dem Genfer Automobilsalon 2013 ihre Premiere haben wird

Haar, 27. Dezember 2012 – Der erste Anlauf auf den anspruchsvollen europĂ€ischen Automarkt ist den Chinesen nicht geglĂŒckt. Die schlechte QualitĂ€t und die miserablen Crashtest-Ergebnisse wollte kaum ein Kunde hierzulande akzeptieren. Nun wagt mit Qoros wieder ein Autobauer aus dem Reich der Mitte den Schritt auf den alten Kontinent. Erstes Modell der Marke ist die Kompaktlimousine GQ3, die auf dem Genfer Automobilsalon (07.-17.MĂ€rz 2013) ihre Premiere haben wird, bevor sie sich auf der Auto Shanghai (21.-29. April 2013) auch dem asiatischen Publikum stellt.

Die Front des GQ3 wird in Ă€hnlicher Form bei zukĂŒnftigen Qoros-Modellen zu finden sein und so als Markengesicht fĂŒr den Wiedererkennungswert sorgen. Mit etwas Phantasie erinnert die Vorderansicht entfernt an das Design von Renault. Von der Seite betrachtet fallen der lange Radstand, verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig kurze ÜberhĂ€nge und eine hohe Fensterlinie ins Auge. Zwei BĂŒgelfalten ziehen sich schnörkellos ĂŒber die TĂŒren, die Silhouette erinnert an ein CoupĂ©. In den RadkĂ€sten finden RĂ€der bis 19 Zoll Platz, dreigeteilte Acht-Speichen-Felgen sollen ein weiteres Erkennungsmerkmal der Qoros-Modelle werden. Die Heckscheibe geht fließend ins Stummelheck ĂŒber, die RĂŒckleuchten sind zweigeteilt. Insgesamt wirkt das Auto durchaus gefĂ€llig, ohne neue Design-Akzente zu setzen.

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Der Innenraum wirkt aufgerĂ€umt. Wo sonst CD-Fach, Radio und Navigationssystem samt Steuerungselementen sitzen, ist im GQ3 ein Acht-Zoll-Touchscreen untergebracht, ĂŒber den sich Fahrzeug- und Infotainmentfunktionen bedienen lassen sollen. Auch Service-Termine beim HĂ€ndler sind ĂŒber den Bildschirm buchbar.

Einen Fauxpas bei der passiven Sicherheit, wie ihn sich Modelle von Jiangling Motors und Brilliance vor Jahren geleistet haben, soll es beim neuen Anlauf auf den europĂ€ischen Markt nicht mehr geben. Der GQ3 soll Bestwerte beim Crashtest erreichen, verspricht der Hersteller. Die Wahrscheinlichkeit dafĂŒr ist groß, denn eine neuerliche BlĂ¶ĂŸe in diesem Bereich wĂ€re doch erstaunlich.

Details zu Abmessungen, Motorisierungen und Preisen gibt es derzeit noch nicht. Gut möglich, dass sich die Chinesen bei diesen Kriterien an Modellen wie dem neuen Skoda Rapid orientieren. Der GQ3 wird ihn bei vermutlich beim Preis unterbieten, dabei aber mehr Ausstattung ab Werk mitbringen.

Qoros ist ein chinesisch-israelisches Gemeinschaftsunternehmen des privaten chinesischen Autoherstellers Chery Quantum und des israelischen Mischkonzerns Israel Corporation. Produziert wird kostengĂŒnstig in China, als Zulieferer nennt Qoros unter anderem Magna Steyr, Continental, Bosch und Microsoft. Die Namenswahl beim GQ3 ist wohl durchdacht und auf eine Ausweitung der Modellpalette angelegt. Alle Limousinen sollen das "G" im Namen tragen, Q steht, wenig ĂŒberraschend, fĂŒr Qoros. Die Nummer gibt Hinweis auf das Segment. Im Fall des GQ3 indiziert die 3 also die Zugehörigkeit zum C- beziehungsweise Kompaktsegment. In den chinesischen Handel rollen soll die Qoros-Limousine in der zweiten JahreshĂ€lfte, bei den deutschen HĂ€ndlern wird sie Ende 2013 erwartet. (mfz [3])


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