"Project Glass": Google zielt auf den Massenmarkt
Die Augmented-Reality-Brille, die der Internet-Konzern mehrfach als Prototypsystem zeigte, soll laut dem verantwortlichen Forscher Thad Starner weite Verbreitung finden.
Die Augmented-Reality-Brille "Project Glass", die der Internet-Konzern mehrfach als Prototypsystem [1] zeigte, soll laut dem verantwortlichen Forscher Thad Starner [2] weite Verbreitung finden. "Einer der Hauptpunkte unserer Arbeit ist, mobile Systeme zu entwickeln, mit denen man der realen Welt mehr Aufmerksamkeit schenken kann, anstatt von ihr abgelenkt zu werden", sagte der Computerwissenschaftler nun im GesprÀch [3] mit Technology Review.
Vor 20 Jahren wĂ€re dies noch nicht möglich gewesen, meint Starner. Seit er zum ersten Mal eine AR-Brille getragen habe, sei die Technologie dem selben Entwicklungsweg gefolgt wie alle anderen digitalen Technologien. Sie sei kleiner, leistungsfĂ€higer und vor allem immer verfĂŒhrerischer geworden.
"1993 wurde ich immer gefragt, was man denn von einem mobilen Computer habe." Auch als Apple den Newton herausbrachte, hĂ€tten die Leute noch den Nutzen eines solchen Taschencomputers bezweifelt. Mit dem Palm Pilot, den MP3-Playern und schlieĂlich den Smartphones habe sich die Haltung geĂ€ndert. Plötzlich habe man gesagt: "Hey, das ist echt praktisch." Starners heutige AR-Brille ist genauso klein wie ein Bluetooth-Headset. Ingenieure arbeiten daran, die Displays noch weiter zu verkleinern und sie gar direkt in BrillenglĂ€ser und Kontaktlinsen einzublenden.
Das gröĂte Hindernis ist derzeit noch das EingabegerĂ€t. Die Tastatur, die Starner ganz nebenbei bedient, dĂŒrfte eine fĂŒr viele abschreckende Lernkurve haben. Das beste EingabegerĂ€t könnte am Ende die eigene Stimme sein. Die heutige Sprachsteuerungstechnologie ist dafĂŒr noch nicht weit genug. AllmĂ€hlich komme das Wearable Computing aber nĂ€her, sagt Starner. "Die GerĂ€te verbrauchen nicht mehr so viel Strom, die Netze sind gut genug, und die Preise sind so weit gefallen, dass die Brillen inzwischen die Phantasie der Menschen anregen."
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(bsc [5])
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[2] http://www.cc.gatech.edu/~thad/
[3] https://www.heise.de/hintergrund/Schoene-Aussichten-dank-Google-1630060.html
[4] https://www.heise.de/hintergrund/Schoene-Aussichten-dank-Google-1630060.html
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