Polizei geht gegen Release-Groups vor [Update]
200 Polizeibeamte haben heute auf der Suche nach illegalen Kopien von Filmen, PC-Spielen und Software in zehn BundeslÀndern 50 Objekte durchsucht.
Nach Hinweisen eines Zeugen, den die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU [1]) der Polizei in HĂŒrth gemeldet hatte, wurden heute in zehn BundeslĂ€ndern fast 50 Durchsuchungen durchgefĂŒhrt. Die insgesamt 200 Polizeibeamten waren auf der Suche nach illegalen Kopien von Filmen, PC-Spielen und von Unterhaltungssoftware, die noch nicht im Handel erhĂ€ltlich sind, heiĂt es in einer Mitteilung der Polizei [2].
Hinweise zur Szene der Release-Groups, die fĂŒr fĂŒr illegale Erstveröffentlichungen vor dem offiziellen Marktstart etwa von Filmen oder CDs verantwortlich sind, kamen von dem Zeugen, erklĂ€rte die Polizei. FĂŒr die Ermittlung notwendige technische Kenntnisse habe die GVU beigesteuert; [Update: der Einsatz von GVU-Mitarbeitern in solchen FĂ€llen ist allerdings umstritten: So hatte etwa das Landgericht Kiel entschieden [3], dass die UnabhĂ€ngigkeit externer SachverstĂ€ndiger beispielsweise im Rahmen von Durchsuchungen aufgrund von UrheberrechtsverstöĂen zu gewĂ€hrleisten sei.]
Durch die Ermittlungen sei es gelungen, die Ausgangspersonen der Release-Groups zu ermitteln. Auch seien weitere ErmittlungsansÀtze gefunden worden. Bei den Durchsuchungen wurden insgesamt 60 PCs, 15 Festplatten und rund 2000 CD oder DVD sichergestellt oder beschlagnahmt. Keiner der VerdÀchtigten, deren genaue Zahl die Polizei nicht mitteilt, wurden festgenommen. Momentan werden die sichergestellten Festplatten ausgewertet. (anw [4])
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Links in diesem Artikel:
[1] http://www.gvu.de/
[2] http://www1.polizei-nrw.de/presseportal/Behoerden/rhein-erft-kreis/article/meldung-070920-142336-16.html
[3] https://www.heise.de/news/Staatsanwaltschaft-darf-GVU-nicht-bei-Urheberrechtsermittlungen-beiziehen-113454.html
[4] mailto:anw@heise.de
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