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Plattenlabels verdÀchtigen Technicolor der Raubkopiererei

Nico Jurran

Der Verband der amerikanischen Musikindustrie hat bestÀtigt, gegen das amerikanische Traditionsunternehmen Klage wegen Urheberrechtsverletzung eingereicht zu haben.

Der Verband der amerikanischen Musikindustrie (RIAA) hat bestĂ€tigt, gegen das amerikanische Traditionsunternehmen Technicolor Klage wegen Urheberrechtsverletzung eingereicht zu haben. Technicolor [1], ein Unternehmen der Thomson-Multimedia-Gruppe, ist einer der grĂ¶ĂŸten Hersteller und Vertreiber von Musik- und Videomedien in den USA.

Die RIAA behauptet, dass in Technicolors ProduktionsstĂ€tte in Camarillo (Kalifornien) CDs illegal kopiert und diese Raubkopien auch von dort vertrieben worden seien. Zu den Raubkopien sollen unter anderem Alben von 'NSync, den Backstreet Boys, Celine Dion, Will Smith, Amber, Lauryn Hill, Marc Anthony und Julio Iglesias zĂ€hlen. Matt Oppenheim, als RIAAs Senior Vice President fĂŒr die Rechtsangelegenheiten des Verbandes zustĂ€ndig, hĂ€lt die Beweislage fĂŒr glasklar: So habe man die Spur bis zu der FertigungsstĂ€tte in Camarillo zurĂŒckverfolgen können.

In der in Los Angeles eingereichten Klage trĂ€gt die RIAA sogar vor, dass Technicolor von dem Treiben in Camarillo Kenntnis gehabt habe. Als der Verdacht aufkam, verweigerte das Unternehmen dem Verband nach dessen Aussage jedenfalls die Einsicht in seine GeschĂ€ftsbĂŒcher. Oppenheim sprach gegenĂŒber der US-Presse die BefĂŒrchtung aus, dass es sich bei diesem Vorfall lediglich um die berĂŒhmte "Spitze des Eisbergs" handele. Der RIAA-Vertreter spielte damit auf eine Vereinbarung zwischen Plattenlabels und Technicolor aus dem Jahre 1998 an, welches nach Ă€hnlichen Vorkommnissen geschlossen worden war. (nij [2])


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[1] http://www.technicolor.com/
[2] mailto:nij@ct.de