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Pixar stellt auf Intel-Server um (Update)

Axel Kossel

Die Pixar Animation Studios ersetzen einen Teil ihrer Sun-Server durch Intel-Systeme, die unter Linux laufen.

Die Pixar Animation Studios [1] ersetzen einen Teil ihrer Sun-Server durch Intel-Systeme, die unter Linux laufen. Mit diesen Servern werden Bilder in fertig gerenderte Szenen eingebaut. Dazu schafft Pixar acht Blade-Server von RackSaver [2] an, in denen insgesamt 1024 Xeon-Prozessoren (2,8 GHz) werkeln. Sie laufen unter Linux; Pixar hat seine Software Renderman darauf portiert. Die Server-Umstellung soll rechtzeitig zur geplanten Produktion von The Incredibles abgeschlossen sein. Dieser Film soll 2004 in die Kinos kommen.

Sun dürfte weniger der finanzielle Verlust als der Image-Schaden schmerzen. Lange Jahre hatten RISC-Workstations mit Unix ihren Platz in der Unterhaltungsindustrie behauptet, doch nun werden sie zunehmend durch Intel und AMD verdrängt. Im Juli hatte Industrial Light and Magic (ILM [3]) Unix-Rechner von SGI gegen Dell-PCs mit Linux ausgetauscht. Außerdem schaffte ILM PCs mit Athlon-Prozessoren zum Rendern an. Und auch bei Dreamworks [4] und Sony Pictures Imageworks [5] haben Intel/Linux-Systeme Einzug gehalten.

Tom Gibbs von Intel streut noch ordentlich Salz in die Wunden der Workstation-Branche. Seiner Meinung nach habe nicht der günstigere Preis bei Pixars Entscheidung die Hauptrolle gespielt. Schließlich konnten die Macher von Toy Story und Monster AG gerade erst eine glänzende Bilanz [6] vorlegen. Die Intel-Systeme böten inzwischen einfach die bessere Leistung, so Gibbs. (ad [7])


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Links in diesem Artikel:
[1] http://www.pixar.com/
[2] http://www.racksaver.com/
[3] http://www.ilm.com/
[4] http://www.dreamworks.com/
[5] http://www.sonypictures.com/imageworks/
[6] https://www.heise.de/news/Pixar-steigert-Umsatz-und-uebertrifft-Erwartungen-74273.html
[7] mailto:ad@ct.de