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Pentium-4-Chipsatz mit zwei DDR-SpeicherkanÀlen

Christof Windeck

Der SiS-Chipsatz SiS655 verbindet Intels kommende Pentium-4-Prozessoren mit 133 MHz Front-Side-Bustakt (FSB533) mit zwei SpeicherkanĂ€len fĂŒr PC2100- oder PC2700-DIMMs.

Einige Mainboard-Hersteller zeigen auf der CeBIT bereits Produktmuster mit dem SiS-Chipsatz SiS655. Dieser verbindet Intels kommende Pentium-4-Prozessoren mit 133 MHz Front-Side-Bustakt (FSB533) mit zwei SpeicherkanĂ€len fĂŒr PC2100- oder PC2700-DIMMs.

Mit diesem Konzept steigert der SiS-Chipsatz die maximale Datentransferrate, die der Pentium-4-FSB durch sein "Quad-pumped"-Übertragungsverfahren von vier Datenwörtern pro Taktzyklus erzielen kann: Mit einem Kanal sind es bei 100 MHz (FSB400) 3,2 GByte/s und bei 133 MHz (FSB533) rund 4,3 GByte/s. Verteilt man die Speicherzugriffe auf zwei KanĂ€le (Interleaving), erreicht man mit PC2100-Speicher 4,2 GByte/s und mit PC2700-Speicher rund 5,4 GByte/s.

Diese Technik kommt zumeist bei Server-Mainboards zur Anwendung, ebenso bei den Rambus-ChipsĂ€tzen i840 (Pentium III), i850 (Pentium 4) und i860 (Xeon) sowie Nvidias nForce 420 und 415 fĂŒr den Athlon. Der Nachteil: Die Kosten fĂŒr Chipsatz und Mainboard liegen wegen der zusĂ€tzlichen Anschlusspins und Leitungen höher als bei einkanaligen Speichersystemen. Außerdem muss man natĂŒrlich die parallel genutzten SpeichersteckplĂ€tze paarweise mit Speichermodulen bestĂŒcken, was wiederum die Grundkosten fĂŒr Komplettsysteme erhöht. (ciw [1])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-61804

Links in diesem Artikel:
[1] mailto:ciw@ct.de